Magen und Darm


Erkrankungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

Akute Bauchspeicheldrüsen-Entzündung

Akute Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (akute Pankreatitis): Plötzlich auftretende, nicht durch eine Infektion bedingte Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Wichtigste Ursachen sind im Bauchspeicheldrüsengang eingeklemmte Gallensteine, Alkoholmissbrauch oder eine genetische Veranlagung zu Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen. Betroffen sind vor allem Menschen im Alter von 30–50 Jahren. Je nach Schweregrad verläuft die Krankheit in 1–15 % der Fälle tödlich. Wichtig ist eine möglichst rasche Behandlung und Überwachung in der Klinik.

Leitbeschwerden

  • Plötzlich auftretende heftige und lang anhaltende Schmerzen im Oberbauch, oft gürtelförmig um den Bauch, aber auch in andere Richtungen ausstrahlend
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schweres Krankheitsgefühl
  • Häufig Fieber
  • Blutdruckabfall, in schweren Fällen Schock mit Herzrasen, Kaltschweißigkeit und Angst bis hin zum Kreislaufversagen
  • Gelegentlich Gelbfärbung der Haut bei Einklemmung eines Gallensteins.

Wann zum Arzt

Sofort den (Not-)Arzt rufen, wenn obige Beschwerden auftreten!

Die Erkrankung

Ursachen. Auslöser einer akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung sind am häufigsten die Einklemmung eines Gallensteins im Bauchspeicheldrüsengang (45 %) und Alkoholmissbrauch (35 %). In 15 % der Fälle lässt sich keine Ursache finden und die übrigen 5 % verteilen sich auf Folgen einer Medikamenteneinnahme (z. B. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer, Östrogene, Kortison, Antibiotika, Azathioprin), einer Bauchverletzung, einer Virusinfektion, massiver Fettstoffwechselstörungen (Hypertriglyzeridämie) oder eines stark erhöhten Kalziumspiegels, z. B. bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen.

Der Verlauf der Krankheit lässt sich schwer voraussagen. Schwerste Schäden drohen immer, wenn hochaktive Verdauungsenzyme von der Bauchspeicheldrüse freigesetzt werden, die das Gewebe der Bauchspeicheldrüse teilweise oder sogar vollständig verdauen und so unwiderruflich zerstören. Es kommt dann zur Pankreasinsuffizienz und zum Diabetes. Ein eingeklemmter Gallenstein kann darüberhinaus zum Darmverschluss führen. Weitere Komplikationen sind Pleuraergüsse, Lungenentzündungen, Abszesse und Blutvergiftung bis hin zu Kreislaufversagen und lebensgefährlichen Magen-Darm-Blutungen.

Spätfolgen. Nach Heilung einer akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung bleiben bei 5 % der Patienten mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Pankreas-Pseudozysten) in der Bauchspeicheldrüse bestehen, die Druckgefühle im Oberbauch und, wenn sie sich entzünden, Fieber verursachen können.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Aufgrund der heftigen andauernden Schmerzen im Oberbauch, dem schlechten Allgemeinzustand und einer Erhöhung der Bauchspeicheldrüsenenzyme Lipase, Elastase 1 (wird im Stuhl bestimmt) und Pankreasamylase stellt der Arzt die Diagnose. Im Ultraschall kann er eine durch Flüssigkeitseinlagerung vergrößerte und schlecht gegen andere Organe abgrenzbare Bauchspeicheldrüse sowie eventuell abgestorben Bereiche und gegebenenfalls auch eingeklemmte Gallensteine erkennen. Zur genauen Beurteilung der Schwere der Entzündung wird auch ein CT mit Kontrastmittelgabe durchgeführt.

Liegt eine Steineinklemmung zugrunde, wird der Arzt eine (ERCP) durchführen, bei der er den Ausgang des Pankreaskanals (Pankreaspapille) spaltet, erweitert und den festsitzenden Stein entfernt.

Akuttherapie. Patienten mit einer akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung müssen ins Krankenhaus, in schweren Fällen auf die Intensivstation. Eine der wichtigsten Behandlungsmaßnahmen ist die Gabe von Flüssigkeit in Form von Infusionen, da meist ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel besteht. Solange die Schmerzen andauern, darf der Patient weder essen noch trinken, stattdessen wird er über Infusionen ernährt. Die Schmerzen lassen sich mit Procain und/oder Opioiden wie Buprenorphin (Temgesic®) lindern. Zur Vermeidung eines Stressulkus wird die Sekretion des Magensafts mit Protonenpumpenhemmern gehemmt. Eine Magensonde ist bei Erbrechen oder beginnendem Darmverschluss notwendig.

Hat der Patient Fieber, droht eine Blutvergiftung. Konnte infiziertes abgestorbenes Gewebe nachgewiesen werden oder wurde die Bauchspeicheldrüsen-Entzündung durch einen eingeklemmten Gallenstein verursacht, erhält er intravenös Antibiotika.

Abszesse und Zysten werden punktiert und abgesaugt; letztere nur, wenn sie groß sind und Beschwerden verursachen. Infizierte abgestorbene Gewebebereiche (Nekrosen) können – besonders bei Versagen der konservativen Behandlung (v. a. Schmerzmittel, Nulldiät) – operativ entfernt werden. Allerdings ist die Operationssterblichkeit mit 15 % relativ hoch.

Kostaufbau und Nachsorge. Sobald keine Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen mehr auftreten, kann der Patient mit einem vorsichtigen Kostaufbau, anfangs Tee und Zwieback, beginnen.

Um eine erneute Entzündung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, werden Gallensteine entfernt und begünstigende Krankheiten (z. B. eine Fettstoffwechselstörung) behandelt. Der Patient muss auf Alkohol und potenziell schädliche Medikamente auf Jahre verzichten.

Komplementärmedizin

In Anbetracht der Schwere einer akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung ist von jedem Versuch abzuraten, die Beschwerden (erst einmal) mit naturheilkundlichen bzw. komplementärmedizinischen Maßnahmen zu behandeln.

Alkoholische Leberschädigung

Alkoholische Leberschädigung (alkoholtoxische Leberkrankheit): Fortschreitende Schädigung der Leberzellen als Folge jahrelangen Alkoholkonsums. Typischerweise kommt es zunächst zur alkoholischen Fettleber, bei weiterem starkem Alkoholkonsum zur alkoholbedingten Leberzirrhose. Leitbeschwerden sind Druckgefühl im Oberbauch, Mattigkeit, Leistungsschwäche; aber alle Beschwerden können auch fehlen. Besteht bereits eine Fettleber, kann als Folgeerkrankung die Alkoholhepatitis auftreten. Die Schädigungen sind diagnostisch häufig nicht leicht voneinander abgrenzbar.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Beim Betroffenen bemerkt wird, dass er sich an den regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt hat und alleine nicht mehr gegensteuern kann
  • Ein Leistungsknick, ständiges Druckgefühl im Oberbauch sowie eine gelbliche Hautverfärbung beobachtet werden
  • Der CAGE-Testergibt, dass beim Betroffenen ein Alkoholproblem vorliegt.

Die Erkrankung

Bei regelmäßigem Alkoholkonsum kommt es zu Veränderungen im Leberstoffwechsel. Beim Alkoholabbau anfallende Stoffe, wie Azetaldehyd, schädigen die Leberzellen und führen bei jahrelangem intensiven Alkoholkonsum erst zu einer Leberverfettung (verminderter Fettabbau, gesteigerte Fettsäuresynthese) und dann zu einer bindegewebigen Schrumpfung der Leber (Zirrhose). Als Schwellendosis für die Auslösung dieser Schäden gilt für Frauen die Menge von 30 g Alkohol pro Tag, entsprechend 0,3 l Wein oder 0,6 l Bier; für Männer ist sie doppelt so hoch.

Neben Alkohol können Übergewicht, einige Fettstoffwechselstörungen und Diabetes zu einer Fettleber führen bzw. die genannte Schwellendosis deutlich verringern.

Folgeschaden Alkoholhepatitis. Ist jemand bereits an einer Fettleber erkrankt, kann nach Alkoholexzessen eine Alkoholhepatitis (exogen toxische chronische Hepatitis) auftreten. Diese verläuft oft dramatisch und akut mit Bluterbrechen, rascher Entwicklung einer Bewusstlosigkeit durch Leberausfall und Nierenversagen. 30 % der Patienten sterben. Bei anderen Menschen hingegen verläuft die Erkrankung recht unauffällig. Manchmal kommt es zur Gelbsucht. Auch eine Leberzirrhose, die sich bei fortgesetztem Alkoholmissbrauch entwickelt, verläuft bei vielen Menschen für lange Zeit ohne Beschwerden.

Das macht der Arzt

CAGE-Test. Anhand des CAGE-Tests kann man selbst feststellen, ob man ein Alkoholproblem hat. Werden mehr als zwei der folgenden Fragen mit Ja beantwortet, ist eine Alkoholabhängigkeit wahrscheinlich:

  • C: Frage nach Reduktion des Konsums (Cut down): Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass Sie Ihren Alkoholkonsum reduzieren sollten?
  • A: Frage nach Aufregung (Annoyed): Hat es Sie schon einmal aufgeregt, wenn andere Leute Ihr Trinkverhalten kritisierten?
  • G: Frage nach Schuldgefühl (Guilty): Hatten Sie wegen Ihres Alkoholkonsums schon einmal Gewissensbisse?
  • E: Frage nach Wachmacher (Eye-opener): Haben Sie morgens nach dem Erwachen schon einmal als erstes Alkohol getrunken, um Ihre Nerven zu beruhigen oder den Kater loszuwerden?

Die Diagnosesicherung der Alkoholhepatitis erfolgt durch Bluttests, Ultraschall und manchmal auch durch eine Leberbiopsie. Bei der Therapie ist der wichtigste Grundsatz: Meiden des Auslösers. Drogenentzug, Alkoholabstinenz und psychotherapeutische Unterstützung sind manchmal erfolgreich. Die Rückfallquote ist bei Suchtkrankheiten sehr hoch.

Stellt der Arzt eine Leberverfettung fest, wird er zum sofortigen und endgültigen Verzicht auf Alkohol drängen. Ist der Patient bereits alkoholabhängig, hilft meist nur noch eine Entziehungskur mit anschließender Langzeittherapie.

Prognose

Die Prognose hängt stark vom Ausmaß der Leberschädigung ab und davon, ob der Patient seine Trinkgewohnheiten ändern kann.

Aszites

Aszites (Bauchwassersucht): Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle. Der Aszites ist meist das Zeichen für eine fortgeschrittene Erkrankung, vorwiegend der Leber, mit schlechter Prognose. Die Flüssigkeitsmenge des angesammelten Wassers kann enorm sein und weit über zehn Liter betragen. Der Patient bemerkt als erstes eine Zunahme des Bauchumfangs; Hose und Gürtel passen nicht mehr. Der Bauch wölbt sich mehr und mehr vor, oft flacht gleichzeitig die Vertiefung des Bauchnabels ab; gelegentlich kommt es zu einem Nabelbruch.

Ursachen können eine Leberzirrhose, aber auch bösartige Tumoren, Metastasen am Bauchfell (Peritonealkarzinose), Entzündungen im Bauchraum, eine Rechtsherzinsuffizienz oder Thrombosen der Milzvene, Pfortader und Lebervenen sein. Bei der Leberzirrhose wird die Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle durch einen Anstieg des Drucks in der Pfortader verursacht, der wiederum dadurch zustande kommt, dass die bindegewebig umgewandelte Leber dem Durchfluss des Pfortaderblutes einen immer höheren Widerstand entgegensetzt. Bei bösartigen Tumoren „schwitzen“ diese entweder selbst Wasser in den Bauchraum oder aber die Blutzusammensetzung verändert sich so, dass das im Blut enthaltene Wasser nicht mehr gespeichert werden kann und deshalb Wasser in die Bauchhöhle abgegeben wird.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Einfach und sicher lässt sich die Diagnose eines Aszites mithilfe eines Bauchultraschalls stellen.

Therapie. Die wichtigste Behandlungsmaßnahme besteht in der Therapie der zugrunde liegenden Krankheit, z. B. das Fortschreiten der Leberzirrhose zu verzögeren, einen Tumor operativ zu entfernen oder verkleinern. Um die Symptome durch Ausschwemmen der Flüssigkeitsansammlung zu lindern, wird der Arzt zusätzlich harntreibende Mittel (Diuretika) verordnen. Da in vielen Fällen diese Behandlung nicht erfolgreich ist, wird der Arzt in einer Aszitespunktion Flüssigkeit mit einer Kanüle abziehen. Pro Punktion werden so 0,5–1,5 Liter entfernt, was der Patient sofort als Erleichterung wahrnimmt: z. B. Rückgang von Schmerzen durch Abnahme der Bauchspannung, Besserung der Luftnot. Durch die verminderte Eiweißproduktion der Leber ist das Blut dünnflüssig. Das führt dazu, dass der Aszites ohne weitere Maßnahmen innerhalb kurzer Zeit wieder „nachläuft“.

Bei weiter bestehendem Aszites wird der Arzt deshalb einen portosystemischen Shunt erwägen, um den Aszites zu verringern.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom): Meist von den Schleimhäuten der kleinen Bauchspeicheldrüsengänge ausgehender Krebs. Er tritt vor allem zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf; Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das Risiko ist bei Rauchern dreifach höher, ferner bei chronischer, erblich bedingter Bauchspeicheldrüsen-Entzündung und einigen seltenen Erbkrankheiten. Da der Krebs anfangs kaum Beschwerden verursacht, wird die Diagnose häufig erst im fortgeschrittenen Stadium gestellt, in dem eine Operation mit dem Ziel der völligen Tumorentfernung nur selten möglich ist.

Die Prognose ist sehr schlecht: Die durchschnittliche Überlebenszeit liegt bei der Diagnosestellung bei 6 Monaten bis 2 Jahren. Bei sehr kleinen operablen Tumoren (Durchmesser maximal 2 cm), also in einem frühen Stadium entdeckt und ohne Metastasen, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei 40 %. In späteren Stadien liegt sie nach der Operation bei 15 %. Wird nur palliativ therapiert, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei 0 %.

Neben dem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der keine Hormone produziert, gibt es auch verschiedene gut- und bösartige hormonbildende Tumoren der Bauchspeicheldrüsenzellen.

Leitbeschwerden

  • Oberbauchbeschwerden, Appetitlosigkeit, Übelkeit
  • Mattigkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Gewichtsverlust
  • Schmerzen, die vom Oberbauch gürtelförmig in den Rücken ziehen, Übelkeit und Erbrechen
  • Manchmal Gelbsucht, wenn der Krebs sich im Pankreaskopf befindet bzw. die Pankreaspapille (Ausführungsgang in den Dünndarm) verschließt
  • Selten Thrombosen unklarer Ursache
  • Später oft Diabetes.

Die Erkrankung

Die Ursachen des Bauchspeicheldrüsenkrebses sind vielfältig: genetische Veranlagung, wiederholte Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen, Umwelteinflüsse und auch Rauchen sind Risikofaktoren. Die meisten Erkrankten bemerken oft erst spät unspezifische Krankheitszeichen. Dazu gehören Gewichtsverlust, Mattigkeit, eine Abnahme der Leistungsfähigkeit oder leichte Schmerzen im Oberbauch, die mit Verdauungsstörungen einhergehen. Gelbsucht ist meist ein spätes Symptom. Befindet sich der Tumor im Pankreaskopf, tritt häufig schon früh eine Gelbsucht auf. Meistens wird die Krankheit erst entdeckt, wenn die Patienten gelb sind. In seltenen Fällen gehen Patienten zum Arzt, weil sie Oberbauchschmerzen haben. Der Hausarzt bemerkt beim Abtasten des oberen Bauchs einen harten Widerstand und/oder der Routine-Ultraschall erhärtet den Verdacht auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung

Ultraschall, CT und Kernspin (gegebenenfalls zusammen mit MRCP und Magnetresonanz-Angiografie) sichern die Diagnose und stellen das Stadium der Erkrankung fest.

Therapie

Ist die Krebserkrankung auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt und ist der Tumor klein, versucht der Chirurg, ihn vollständig durch eine Operation zu entfernen.

Die klassische Operation (Whipple-Operation) ist sehr eingreifend. Es wird dabei nicht nur die komplette Bauchspeicheldrüse entfernt, sondern auch der Zwölffingerdarm, die Gallenblase und ein Teil des Magens. Die Sterblichkeit bei dieser Operation beträgt 15 %. Deshalb werden heute weniger radikale Operationsverfahren bevorzugt, bei denen zumindest der Magen erhalten bleibt. Ist der Pankreaskörper bzw. -schwanz von einem Tumor befallen, können auch nur diese Anteile der Bauchspeicheldrüse einschließlich der Milz entfernt werden.

Ist eine operative Entfernung des Tumors nicht möglich, nutzt der Arzt palliative operative Verfahren, Bestrahlung und Chemotherapie zur Schmerzlinderung und zur Erhaltung der Verdauungsfunktionen. Bei Stau der Gallenflüssigkeit mit Gelbsucht kann der Arzt einen Stent in den verengten Bauchspeicheldrüsen- bzw. -gallengang legen oder eine künstliche Verbindung zwischen Gallengang und Darm herstellen. Auch eine Ableitung der Gallenflüssigkeit nach außen ist möglich (PTCD – perkutane transhepatische Cholangiodrainage). Wird der Magenausgang durch den Tumor eingeengt, kann der Arzt operativ eine Verbindung zwischen Magen und Darm herstellen, um die Engstelle zu umgehen. Die oft quälend starken Schmerzen, die sich mit Schmerzmitteln nicht ausreichend lindern lassen, erfordern eventuell die Zerstörung sensibler Nerven im Bauchraum.

Nachbehandlung

Besonders die Whipple-Operation erfordert eine intensivmedizinische Überwachung und einen langsamen, sorgfältig geplanten Kostaufbau. Da eine Pankreasinsuffizienz besteht, müssen die von der Bauchspeicheldrüse nicht mehr gebildeten Verdauungsenzyme in Form von magensaftresistenten Mikropellets (s. o. Kreon®) zu jeder Mahlzeit in ausreichender Dosis eingenommen werden. Außerdem ist eine Insulintherapie notwendig. Insgesamt bleibt die Lebensqualität oft stark eingeschränkt.

Chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung und Pankreasinsuffizienz

Chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Chronische Pankreatitis): Meist in Schüben verlaufende Bauchspeicheldrüsen-Entzündung mit zunehmendem Verlust aller Bauchspeicheldrüsen-Funktionen (Pankreasinsuffizienz). Unter der schmerzhaften Erkrankung leiden mehr Männer als Frauen, weil Alkoholmissbrauch als häufigste Ursache vor allem Männer betrifft.

Pankreasinsuffizienz (Bauchspeicheldrüsen-Insuffizienz): Wenn 90 % der Bauchspeicheldrüse zerstört sind, erlöschen die Drüsen- und die hormonellen Bauchspeicheldrüsen-Funktionen. Ursache ist eine akute oder chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung. Lebenslange Folgen sind Verdauungsinsuffizienz (Malassimilation) aufgrund fehlender Verdauungsenzyme und ein insulinpflichtiger Diabetes.

Keine der beiden Krankheiten ist heilbar; ihr Verlauf lässt sich aber positiv beeinflussen, vor allem wenn der Patient auf das auslösende Gift, meist Alkohol, verzichtet. Die 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei 50 %; sie hängt aber auch von der eventuellen Grundkrankheit ab.

Leitbeschwerden

  • Schmerzperioden im Oberbauch, oft einige Stunden nach opulenter Mahlzeit oder größerem Alkoholkonsum einsetzend
  • Unverträglichkeit von fettreichen Speisen
  • Voluminöse, fettige, glänzende, übelriechende Stühle, Durchfälle
  • Symptome eines Diabetes wie Durst, häufiges Wasserlassen, Schwäche, Schwindel.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn die genannten Beschwerden auftreten.

Die Erkrankung

Ursache ist in bis zu 80 % der Fälle ein dauerhafter Alkoholmissbrauch (bei manchen Betroffenen reichen dabei auch moderate Mengen). In 20 % der Fälle lässt sich keine Ursache erkennen; selten sind genetische Defekte, eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) oder Abflussbehinderungen des Verdauungssaftes verantwortlich.

Leitsymptom ist der wiederkehrende, meist heftige Oberbauchschmerz, der Stunden bis Tage anhält. Mit zunehmender Krankheitsdauer nehmen die Schmerzperioden mehr und mehr ab. Dann aber zeigen sich die Beschwerden aufgrund der nachlassenden Bauchspeicheldrüsen-Funktion. Wenn von der Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Verdauungsenzyme in den Darm ausgeschüttet werden, werden die Nahrungsbestandteile nicht mehr richtig verdaut, was zu Mangelernährung und damit zu Gewichtsabnahme führt.

Folgeprobleme. Besonders die unzureichende Verdauung der Nahrungsfette ruft Beschwerden wie Blähungen und Durchfälle hervor, die mit voluminösen, fettigen, übelriechenden Stühlen (so genannten Fettstühlen) verbunden sind. Weiter kann die unzureichende Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K zu Mangelerscheinungen führen, z. B. Osteoporose durch Vitamin-D-Mangel. Bei etwa einem Drittel der Patienten kommt es aufgrund verminderter Insulinproduktion zum Diabetes.

Als weitere Komplikationen drohen Steine und Verengungen im Pankreasgangsystem, die neben Schmerzen zu wiederholter Gelbsucht führen. Größere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (Pankreas-Pseudozysten) können Druckbeschwerden und bei Entzündung Fieber hervorrufen. Thrombosen von Milzvene und Pfortader verursachen gelegentlich Symptome eines Pfortaderhochdrucks, und schließlich ist das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Die typischen heftigen Schmerzen im Oberbauch zusammen mit einer stark erhöhten Pankreasenzymen Lipase, Elastase 1 (wird im Stuhl bestimmt) und Pankreasamylase sichern die Diagnose. Allerdings kann auch ohne nachweisbaren Enzymanstieg ein Schub einer chronischen Bauchspeicheldrüsen-Entzündung vorliegen.

Ist Alkoholmissbrauch nicht die Ursache, muss (spätestens nach dem zweiten Schub) der Grund für die Erkrankung gesucht und bei sehr jungen Patienten durch Labortests auch nach einem genetischen Defekt gefahndet werden. Bildgebende Verfahren - z. B. Röntgenleeraufnahme, Ultraschall, ERCP und MRCP - zeigen krankhafte Veränderungen des Organs.

Fettunverträglichkeit, Durchfälle und fettige Stühle weisen auf eine Pankreasinsuffizienz hin, erst Funktionstests sind beweisend.

Akuttherapie. Behandelt wird der akute Schub in der Klinik mit den gleichen Maßnahmen wie bei der akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung.

Langzeitbehandlung. Erhärten die Untersuchungen den Verdacht auf eine chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, muss der Patient lebenslang auf Alkohol verzichten. Wichtig ist außerdem eine kohlenhydrat- und eiweißreiche, aber ballaststoffarme Kost, die auf fünf bis sieben kleine Mahlzeiten pro Tag verteilt wird. Bei Pankreasinsuffizienz müssen die fehlenden Verdauungsenzyme, insbesondere die Lipase, in Form von magensaftresistenten Tabletten (Kreon®) zu den Mahlzeiten in hoher Dosis zugeführt werden.

Viele Patienten schrecken vor der Menge an Medikamenten zurück, die sie einnehmen müssen. Aber nur mit ihrer Hilfe kann die Fettverdauung weitgehend normalisiert werden und eine besonders fettarme Ernährung ist dann nicht mehr nötig. Bei bereits eingetretenen Symptomen eines Vitaminmangels bzw. zu dessen Vorbeugung werden die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K regelmäßig injiziert. Hat die Pankreasinsuffizienz eine Diabeteserkrankung zur Folge, muss auch diese lebenslang mit Insulin behandelt werden.

Die Schmerztherapie ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Dabei werden zunächst leichtere Schmerzmittel wie Paracetamol und Novaminsulfon eingesetzt, bei nicht ausreichender Schmerzlinderung auch Opioide und invasive schmerztherapeutische Verfahren.

So können operativ Verengungen und Steine in den Pankreasgängen aufgedehnt bzw. entfernt werden, Zysten und Abszesse abgesaugt oder ein Teil der Bauchspeicheldrüse operativ entfernt werden. In schweren Fällen kann auch eine Zerstörung der Nerven im Bauchraum eine Schmerzfreiheit bewirken.

Weiterführende Informationen

  • www.leitlinien.net – Stichwortsuche Pankreatitis: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zur Therapie der chronischen Pankreatitis.

Chronische Leberentzündung

Chronische Leberentzündung (Chronische Hepatitis): Mehr als sechs Monate andauernde Leberentzündung. Je nach Ursache unterscheidet der Arzt chronische Virushepatitis, Autoimmunhepatitis (dazu gehören die Nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis, die Primär biliäre Zirrhose und die Primär sklerosierende Cholangitis (PSC) und Alkoholhepatitis. Die chronische Hepatitis ist gefürchtet, weil sie oft in eine Leberzirrhose übergeht, die ihrerseits die Gefahr eines Leberkrebses in sich birgt.

Leitbeschwerden

Die chronische Hepatitis macht sich nur durch unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit und Leistungsabfall bemerkbar. Die Leberwerte im Blut sind erhöht.

Das macht der Arzt

Handelt es sich um eine chronische Virushepatitis, ist genetisches Material des Virus im Blut nachweisbar. Die Viruslast im Blut wird auch im Verlauf der Krankheit immer wieder bestimmt, weil sich so der Krankheitsverlauf und der Erfolg der Therapie gut beurteilen lässt. Behandelt wird vor allem mit  Wirkstoffen, die die Virusvermehrung hemmen, wie Sofosbuvir.

Bei einer Autoimmunhepatitis werden Antikörper im Blut nachgewiesen. Hier hilft eine Behandlung mit Kortison, um das körpereigene Abwehrsystem zu unterdrücken.

Für bestimmte Formen der chronischen Leberentzündung kommt auch eine Transplantation in Frage. Die Heilungsaussichten hängen stark von der Ursache ab, haben sich jedoch bei der infektiösen Virus-Hepatitis stark verbessert.

Gallenblasenentzündung

Gallenblasenentzündung (Cholezystitis): Akute oder chronisch wiederkehrende Entzündung der Gallenblase, in 90 % der Fälle zusammen mit Gallensteinen. Die akute Gallenblasenentzündung (akute Cholezystitis) geht mit starken rechtsseitigen Schmerzen einher und wird mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt. Die chronisch (-rezidivierende) Gallenblasenentzündung tritt oft als Folge der akuten Erkrankung auf und verursacht wechselnde, aber in der Regel weniger ausgeprägte Beschwerden. Die Behandlung erfolgt im akuten Entzündungsstadium mit Schmerzmitteln und Antibiotika und danach operativ durch Entfernung der Gallenblase.

Leitbeschwerden

Akute Gallenblasenentzündung

  • Anhaltende Schmerzen im rechten Oberbauch, in die rechte Schulter ausstrahlend
  • Fieber und Schüttelfrost.

Wann zum Arzt

Sofort, wenn starke Schmerzen im Oberbauch, Fieber und Schüttelfrost auftreten.

Die Erkrankung

In den Gallengängen – meist im Verbindungsgang zwischen Gallenblase und Gallengang – eingeklemmte Gallensteine begünstigen die Besiedelung der Gallenblase mit aufsteigenden Darmbakterien. Deshalb tritt eine akute Entzündung der Gallenblase meist in der Folge einer Gallenkolik auf. Die akute Form verläuft mit starken Schmerzen im rechten Oberbauch, oft mit Übelkeit, Erbrechen sowie Fieber und Schüttelfrost. Siedeln sich Bakterien in einem durch einen Gallenstein verschlossenen Gallengang an, kann es zu einer akuten Entzündung der Gallengänge (akute eitrige Cholangitis) kommen.

Eine seltene Form ist die Schockgallenblase (ischämische Cholezystitis) als Folge eines Sauerstoffmangels bei fehlender Blutzirkulation; mitunter entwickelt sich auch bei Patienten, die über Infusionen ernährt werden, eine Gallenblasenentzündung.

Wird die akute Entzündung nicht ausreichend behandelt, kann sie in eine chronische Gallenblasenentzündung übergehen. Sie verursacht keine oder wenig ausgeprägte Beschwerden. Sie können mitunter aber wieder heftiger werden und dann als Rückfall einer akuten Gallenblasenentzündung gelten (chronisch-rezidivierende Form). In manchen Fällen wird die chronische Form auch durch symptomlose Gallensteine hervorgerufen.

Die akute Gallenblasenentzündung kann aber auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie einem Gallenblasenhydrops, einem Gallenblasenempyem (einer mit Eiter gefüllten Gallenblase) sowie einem Durchbruch (Perforation) mit nachfolgender Bauchfellentzündung führen. Diese zwingen zu einer Notoperation, die weitaus gefährlicher ist als eine geplante Operation bei Beschwerdefreiheit.

Hauptgefahr der chronischen Form ist die Schrumpfung der Gallenblase (Schrumpfgallenblase). Die Gallenblasenwand kann auch Kalk einlagern, dann spricht der Arzt von einer Porzellangallenblase. Diese kann zu Gallenblasenkrebs führen.

Das macht der Arzt

Die typischen Beschwerden und der oft typische Befund der körperlichen Untersuchung ermöglichen die Diagnose einer akuten Gallenblasenentzündung oft auch ohne Medizintechnik. Technische Untersuchungen helfen dann, das beste therapeutische Vorgehen zu finden. Dazu gehören der Ultraschall, das Labor und gegebenenfalls die ERCP.

Die Behandlung erfolgt zunächst stationär mit Antibiotika und Schmerzmitteln. Abhängig vom Befinden des Patienten wird die Gallenblase entweder gleich nach Abheilen der akuten Entzündung oder erst nach einer längeren Genesungszeit operativ entfernt.

Die chronische Gallenblasenentzündung erfordert ebenfalls die operative Entfernung der Gallenblase.

Bei Gallenblasenentzündung sind warme Anwendungen nutzlos oder sogar schädlich.

Gallenkolik

Gallenkolik: Durch Einklemmung eines Gallensteins in den Gallengängen ausgelöste heftige krampfartige Schmerzen. Meist befindet sich der Stein in dem kleinen Verbindungsstück zwischen Gallenblase und Gallengang. Auch ein im Gallengang befindlicher Stein kann eine Kolik auslösen und, sofern er den Gallenfluss völlig behindert, zu einem Rückstau von Bilirubin in Blut und Gewebe und damit zu einer Gelbsucht führen.

Leitbeschwerden

  • An- und abschwellende krampfartige Schmerzen (kolikartiger Schmerz) im rechten Ober- und Mittelbauch, oft ausstrahlend in die rechte Schulter
  • Eventuell Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
  • Eventuell Gelbfärbung der Augenlederhaut (Sklerenikterus).

Wann zum Arzt

In den nächsten Stunden zum Arzt oder ins Krankenhaus, wenn starke kolikartige Schmerzen im rechten Mittel- und Oberbauch auftreten.

Die Erkrankung

In 75 % aller Fälle machen Gallensteine keine Probleme und werden, wenn überhaupt, zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt.

Beschwerden treten erst dann auf, wenn ein kleiner Stein in die Gallengänge gelangt; große Steine können dies nicht. Dann kommt es zur Gallenkolik mit plötzlich auftretenden heftigen Schmerzen im oberen und mittleren Bauchbereich, die bis in die rechte Schulter ausstrahlen können. Je nachdem, wo der Stein stecken bleibt, kommt es zu folgenden Komplikationen:

  • Verschließt der Stein den zum Zwölffingerdarm führenden Gallengang (Ductus choledochus), hat dies einen Verschlussikterus zur Folge.
  • Verschließt ein Stein den Gallenblasengang (Ductus cysticus), der von der Gallenblase zum Gallengang führt, kann die Gallenflüssigkeit nicht abfließen. Dies führt dazu, dass die Gallenblase stark anschwillt (Gallenblasenhydrops). Die geschwollene Gallenblase ist sehr druckempfindlich; in ihr können sich Bakterien ansiedeln und zur Gallenblasen- bzw. Gallengangsentzündung führen (Cholezystitis bzw. nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis).
  • Klemmt sich ein Stein vor die Mündung des Bauchspeicheldrüsengangs, der von der Bauchspeicheldrüse kommend in den Gallengang mündet, ist eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung die Folge.
  • Selten gelangt ein Stein durch eine geplatzte Gallenblasenwand in die Bauchhöhle (Gallenblasenperforation) und verursacht eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung.
  • Selten dringt ein Stein in benachbarte Organe wie Zwölffinger- oder Dickdarm ein und löst dort einen Darmverschluss aus.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Bei typischen Oberbauchschmerzen und bekannten Gallensteinen kann der Arzt die Diagnose oft schon anhand einer körperlichen Untersuchung stellen, die er durch den Nachweis von Gallensteinen im Ultraschall sowie einer Laboruntersuchung bestätigen wird. Um vermutete Steine im Gallengang nachzuweisen (und dann in der gleichen Sitzung auch aus diesem komplikationsreichen Ort zu entfernen), ist eine ERCP notwendig.

Konservative Therapie. Bei einer akuten Gallenkolik gibt der Arzt zunächst eine Spritze mit krampflösenden Mitteln, z. B. Butylscopolamin (Buscopan®), und schmerzstillenden Medikamenten wie Metamizol (Novalgin®) und Pethidin (Dolantin®), woraufhin die Beschwerden meist abklingen. Bis 24 Stunden nach einer Gallenkolik sollte der Betroffene nichts essen.

Zur Vorbeugung von weiteren Koliken und den zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen wird der Arzt, sobald die Gallenblasenentzündung auch laborchemisch nicht mehr nachweisbar ist (nach etwa 4–8 Wochen), den Patienten zur operativen Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) an den Chirurgen überweisen.

Gallenblasenentfernung. Früher wurde die Gallenblase ausschließlich in einer offenen Operation mit größerem Bauchschnitt entfernt. In den letzten Jahren sind minimal-invasive Verfahren in den Vordergrund getreten. Sie werden von den meisten Patienten zu Recht bevorzugt, da dabei lediglich drei kleine Schnitte zur Einbringung der Instrumente benötigt werden, die Operation schonender und kürzer ist und kaum Wundheilungsstörungen zu befürchten sind. Bei der minimal-invasiven Operation (Laparoskopie) wird zunächst eine spezielle Nadel über den Bauchnabel eingebracht und der gesamte Bauchraum mit Kohlendioxid aufgeblasen. Dies verhindert, dass beim späteren Einbringen der Instrumente innere Organe verletzt werden, und gibt dem Operateur eine bessere Sicht. Ist der Bauchraum aufgeblasen, werden eine kleine Kamera und zwei weitere Instrumentenkanäle eingeführt und die Gallenblase wird freipräpariert. Versorgende Blutgefäße und der Gallenblasengang (Ductus cysticus) werden mit einem kleinen Metallclip verschlossen und durchtrennt. Sodann kann die Gallenblase entfernt werden.

Kommt es während der endoskopischen Operation zu Blutungen oder zum Austritt von Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle, muss zur herkömmlichen Operationsmethode mit einem großen queren Bauchschnitt übergegangen werden. Bei adipösen Patienten ist gegebenenfalls nur die herkömmliche Operationsmethode möglich.

Gallensteinentfernung. Hat die Untersuchung ergeben, dass Steine im Gallengang (Ductus choledochus) eingeklemmt sind, müssen sie sofort mithilfe einer ERCP entfernt werden.

Wenn das nicht gelingt, kann der Arzt versuchen, den Stein mit Stoßwellen zu zerkleinern (Stoßwellenlithotripsie ESWL) oder – als Methode der letzten Wahl – in einer Notoperation den Gallengang öffnen und von den Steinen befreien, wobei gleichzeitig die Gallenblase entfernt wird.

Die Litholyse, d. h. die medikamentöse Auflösung von Gallensteinen, ist nur bei kalkfreien Cholesterinsteinen möglich. Sie ist sehr teuer, sehr langwierig und in höchstens 70 % der Fälle erfolgreich. Bei der Hälfte der Patienten treten zudem nach 5 Jahren erneut Steine auf.

Manche Ärzte kombinieren die medikamentöse Litholyse mit der Stoßwellenlithotrypsie. Die Stoßwellen zerkleinern größere Steine und erleichtern einen eventuellen spontanen Steinabgang. Das Verfahren eignet sich aber nur für Bilirubinsteine, kalkfreie Cholesterinsteine und geringfügig verkalkte Steine, wenn ihr Durchmesser kleiner als 2 cm ist. Beim Steinabgang kann es zu Koliken kommen.

Selbsthilfe

Wer an der Gallenblase operiert wird oder wer seine Gallensteine operativ entfernen lässt, erwartet, nach dem Eingriff wieder beschwerdefrei zu sein und alles essen zu können. Leider wird diese Erwartung nicht erfüllt. Neben Wundheilungsstörungen und Schmerzen können Durchfall oder Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten, insbesondere dann, wenn Patienten größere fettreiche Mahlzeiten zu sich nehmen. Die Fettunverträglichkeit bleibt häufig als Spätfolge einer Gallenblasenentfernung bestehen. Abhilfe schaffen kleinere fettarme Mahlzeiten.

Bei manchen Patienten treten nach der Gallenblasenentfernung wieder die gleichen Beschwerden auf, die ursprünglich zur Operation führten. Dies wird als Postcholezystektomie-Syndrom (PCS) bezeichnet. Ursache für eine erneute „schlechte Verdauung“ kann neben der oben erwähnten Fettunverträglichkeit z. B. eine Magenentleerungsstörung oder eine Magenschleimhaut-
entzündung sein. Was die PCS letztlich auslöst, ist deshalb umstritten; viele Chirurgen lehnen diesen Begriff ab. Denn sie sind der Meinung, dass durch Gallensteine verursachte Beschwerden nach einer korrekt durchgeführten Operation nicht mehr fortbestehen können.

Gallensteine

Gallensteine (Cholelithiasis): Versteinerungen von Gallenflüssigkeit in der Gallenblase oder in den Gallengängen. Etwa 15 % der Frauen und 7,5 % der Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens Gallensteine, bei Menschen mit Leberzirrhose und entzündlichen Darmerkrankungen kommen sie bei bis zu 30 % der Betroffenen vor.

Gallensteine entstehen, wenn die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit so verändert ist, dass einzelne Bestandteile, z. B. Cholesterin oder Bilirubin, kristallisieren. Zunächst bilden sich kleine Kristalle, die sich im Laufe der Zeit zu größeren Gallensteinen verbinden und weiter wachsen. Den größten Anteil haben mit 80 % Cholesterinsteine und gemischte Gallensteine; die restlichen 20 % sind Bilirubinsteine. Bis zu 20 % aller Gallensteine enthalten aufgrund von entzündlichen Prozessen auch Kalk.

Gallensteine rufen in 75 % der Fälle keine Beschwerden hervor und müssen in diesem Fall nur dann entfernt werden, wenn sie in die Gallengänge wandern. Bei 25 % der Gallensteinträger treten schmerzhafte Gallenkoliken auf, oft wenn ein Gallenstein in den Gallengängen eingeklemmt ist, meist im kurzen Stück zwischen Gallengang und Gallenblase. Da nach einer Kolik meist weitere Koliken und andere Komplikationen drohen, ist die operative Entfernung der ganzen Gallenblase anzuraten. Komplikationen von Gallensteinen sind Gallenblasenentzündungen (häufig), seltener Gallenblasenriss, Bauchspeicheldrüsenentzündung (wenn ein Gallenstein den Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse verlegt), Schrumpfgallenblase und Gallenblasenkrebs.

Unspezifische Beschwerden wie leichtes Ziehen oder Schmerzen im rechten Oberbauch sowie Verdauungsbeschwerden können von Gallensteinen ausgelöst werden. Oft sind die Ursache dafür aber andere Störungen, z. B. ein Reizdarm.

Selbsthilfe

Naturheilkundliche Maßnahmen können nur dann empfohlen werden, wenn keine Operation notwendig ist.

Meidung von Fetten. Bei Gallenblasenleiden werden fettreiche Speisen bzw. in Fett gebratene oder gebackene Speisen meist nicht gut vertragen. Stellen Sie Ihre Ernährung deshalb nach den Prinzipien der gesunden Vollwertkost um und kochen Sie möglichst fettarm. Auch Kaffee, Alkohol und regelmäßiger Nikotinkonsum fördern Gallenblasenbeschwerden: Deshalb sollten Sie diese Genussmittel ebenfalls meiden.

Keine Diäten. Heilfasten oder einseitige Diäten erhöhen das Risiko für die Entstehung eines Gallensteins. Außerdem besteht hierbei die Gefahr, dass sich ein bereits vorhandener Gallenstein vergrößert.

Wärmeanwendungen. Bei kolikartigen Beschwerden helfen Wärmeanwendungen, z. B. feuchtwarme Auflagen oder warme Heublumenpackungen (als Heukompressen in der Apotheke erhältlich), die auf den rechten Oberbauch gelegt werden.

Komplementärmedizin

Pflanzenheilkunde. Zahlreiche Pflanzenextrakte gelten traditionell als wirksam zur Linderung von Gallenblasenbeschwerden. Die wichtigsten sind Artischockenblätter, Enzianwurzel, Wermutkraut, Curcumawurzelstock, Javanische Gelbwurz, Pfefferminzblätter, Löwenzahnwurzel und -blätter, aber auch Schöllkraut, Boldoblätter, Erdrauchkraut und Berberitzenkraut. Ihnen wird u. a. eine anregende Wirkung auf die Gallensaftproduktion zugeschrieben; zudem wirken Schöllkraut, Boldoblätter, Erdrauch- und Berberitzenkraut krampflösend. Die Naturheilkunde empfiehlt die Einnahme von standardisierten Einzel- oder Kombinationspräparaten (z. B. Aristochol® N-Tropfen, Cholosom Phyto® N-Dragees, Horvilan® N-Dragees). Die Einnahme sollte allerdings nicht ohne ärztliche Absprache erfolgen: Bei einer akuten Gallenblasenentzündung oder einem (drohenden) Gallenwegsverschluss dürfen die Präparate nicht eingenommen werden; bei einigen Mitteln gehören auch Gallensteine zu den Gegenanzeigen.

Spezielle gallensteinauflösende Präparate auf Pflanzenbasis (z. B. Gallith Weichgelatinekapseln®) sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Homöopathie. Die Homöopathie empfiehlt bei Erkrankungen der Gallenblase und Gallenwege u. a. Belladonna, Bryonia, China, Cimicifuga, Colocynthis, Lachesis, Lycopodium, Natrium sulfuricum und Pulsatilla.

Weiterführende Informationen

  • www.patientenleitlinien.de – Stichwortsuche Gallensteine: Patientenleitlinie der Universität Witten/Herdecke zur Diagnose und Behandlung von Gallensteinen.

Gelbsucht

Gelbsucht (Ikterus): Gelbfärbung der Augenlederhaut (Sklerenikterus), der Körperhaut und der Schleimhäute, die durch Ablagerung von Bilirubin, einem Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs, verursacht ist. Die Gelbfärbung ist dann sichtbar, wenn der Bilirubingehalt im Blut auf über 34 Mikromol pro Liter (34 Mµmol/l = 2 mg/dl) angestiegen ist. Normalerweise wird der aus abgestorbenen roten Blutzellen freigesetzte rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) zu wasserunlöslichem Bilirubin umgewandelt, das in der Leber an die Glukuronsäure gebunden und damit wieder wasserlöslich wird und mit der Gallenflüssigkeit in den Darm ausgeschieden werden kann. Ist dieser Vorgang gestört oder fällt übermäßig viel Bilirubin an, sammeln sich größere Mengen von Bilirubin im Körper und sorgen für die Gelbfärbung.

Gelbsucht ist für den Mediziner keine Krankheit, sondern ein Leitsymptom, weil Behandlung und Prognose entscheidend von seiner Ursache abhängen. Entsprechend steht die Ursachenklärung für den Arzt im Mittelpunkt.

Der Arzt unterscheidet drei verschiedene Formen der Gelbsucht, abhängig vom Ort der Ursache, die zur Gelbsucht geführt hat:

Prähepatischer oder hämolytischer Ikterus. Die Ursache befindet sich außerhalb der Leber. Bei einem vermehrten Zerfall von roten Blutkörperchen (Hämolyse) ist auch die gesunde Leber nicht mehr in der Lage, die daraus gebildeten Mengen an Bilirubin weiterzuverarbeiten. So kommt es zu einem Anstieg des wasserunlöslichen Bilirubins im Blut und im Gewebe und damit zur Gelbfärbung.

Intrahepatischer oder hepatozellulärer Ikterus. Die Ursache befindet sich im Lebergewebe. Bei Erkrankungen der Leber und bei Rechtsherzinsuffizienz, die zum Rückstau des Bluts in der Leber führt, können die geschädigten Leberzellen das anfallende Bilirubin nicht bzw. nicht ausreichend abbauen, so dass es sich im Blut und in der Haut sammelt und zur Gelbfärbung führt.

Posthepatischer oder cholestatischer Ikterus (Verschlussikterus). Ursache ist der fehlende Gallenabfluss in den Gallengängen außerhalb der Leber. Verantwortlich dafür können Gallensteine, Tumoren, Parasiten, eine Verengung der Mündungsstelle des Gallengangs (Pankreaspapille) in den Darm oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein.

Leberzirrhose

Leberzirrhose (Schrumpfleber): Über Jahre fortschreitende Zerstörung der Leber, verbunden mit knotig-narbigen Veränderungen und einer Schrumpfung der Leber. Die Leberzirrhose ist als Endstadium fast aller Lebererkrankungen gefürchtet. 50 % der Erkrankungen sind auf chronischen Alkoholmissbrauch zurückzuführen, ein Drittel auf Hepatitis-Fälle und der Rest auf seltene Ursachen, z. B. die primär biliäre Zirrhose. 70 % der Erkrankten sind Männer, 30 % Frauen.

Lässt sich die Zerstörung nicht aufhalten, führt die Erkrankung innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren zum Tod infolge Leberversagens. Für eine Minderheit der Betroffenen besteht die Hoffnung auf eine Lebertransplantation. Bei den meisten Kranken – insbesondere bei Alkoholabhängigen – ist diese aber wegen ihrer Begleiterkrankungen nicht möglich.

Auch erblich bedingte Stoffwechselkrankheiten wie Morbus Wilson und Hämochromatose gehören zu den Vorerkrankungen, die zu einer Leberzirrhose führen können. Bei Morbus Wilson ist der Kupferstoffwechsel gestört, verbunden mit einer erhöhten Kupferspeicherung in der Leber; bei der Hämochromatose ist der Eisenstoffwechsel gestört, verbunden mit einer erhöhten Eisenablagerung in der Leber.

Leitbeschwerden

  • Mattigkeit, Gewichtsverlust, verminderte Leistungsfähigkeit
  • Hautauffälligkeiten wie Gefäßsternchen, gerötete Handinnenflächen, Lackzunge
  • Bauchwassersucht (Aszites)
  • Erweiterte Venen unter der Bauchhaut infolge eines Umgehungskreislaufs bei Pfortaderhochdruck
  • Libidoverlust, Brustbildung beim Mann, Störungen der Regelblutung bei der Frau als Folge hormoneller Störungen
  • Ausgeprägte Gelbsucht mit Gelbfärbungen von Bindehäuten und Haut, Juckreiz am ganzen Körper
  • Demenzähnliche Symptome wie Gedächtnisausfall, Orientierungsstörungen, Stimmungsschwankungen und nicht angemessenes Verhalten infolge von Hirnschäden.

Die Erkrankung

Alkohol, Hepatitis und einige seltenere Vorerkrankungen führen zum Absterben von Leberzellen. Die Leber kann das absterbende Gewebe nicht ersetzen, es vernarbt und bildet derbes Bindegewebe. Der resultierende knotige Umbau der Leber führt zu vielfachen Folgeproblemen:

Die Leber kann nicht mehr genügend Eiweißstoffe wie z. B. Gerinnungsfaktoren bilden; dadurch kommt es zu einer erhöhten Blutungsneigung. Auch die Transporteiweiße für das Blut, vor allem das Albumin, werden nicht mehr ausreichend gebildet; es kommt zu Ödemen bis hin zur Bauchwassersucht.

Die Blutgefäße in der Leber verengen sich und das Blut fließt nicht mehr ungehindert durch die Leber zum Herzen, sondern staut sich an der Pfortader. Der daraus resultierende Pfortaderhochdruck (portale Hypertension) bewirkt Folgeerkrankungen, z. B. eine Milzschwellung (Splenomegalie), die mit einem vermehrten Abbau von Blutkörperchen verbunden ist, Speiseröhren-Krampfadern, die leicht platzen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen können, und Hämorrhoiden.

Komplikationen sind Hepatische Enzephalopathie (Konzentrationsstörung, Verwirrtheitszustand bis hin zum Bewusstseinsverlust infolge von Giftstoffen aus der Leber, die ins Gehirn übergehen) und Leberausfallkoma. Kann die geschädigte Leber ihrer Entgiftungsfunktion nicht mehr nachkommen, kommt es im Blut zu einer Anreicherung von Ammoniak, der beim Eiweißabbau entsteht. Das Stoffwechselgift Ammoniak beeinträchtigt direkt die Funktion des Gehirns, so dass sich bei den Patienten verschiedene neurologische und psychische Auffälligkeiten zeigen. Zunächst finden sich nur Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen. Nach einigen Monaten treten Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit hinzu. Mediziner bezeichnen das als tödlich verlaufendes Leberausfallkoma.

Durch die verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit leidet bei Menschen mit einer hepatischen Enzephalopathie auch die Reaktionsfähigkeit. Dadurch begehen sie häufiger Fahrfehler beim Autofahren als Gesunde. Viele Verkehrsunfälle sind auf eine Lebererkrankung zurückzuführen. Genaue Zahlen gibt es aber nicht.

Hepatorenales Syndrom. Die mit einer Leberzirrhose einhergehenden Schäden können im Endstadium auch ein Nierenversagen nach sich ziehen. Anzeichen dafür sind Ödeme und eine verringerte Ausscheidung von Urin. Dieses kombinierte Leber- und Nierenversagen führt meist zum Tode.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Die Diagnose Leberzirrhose erfolgt aufgrund der eindeutigen Beschwerden und Untersuchungsbefunde. Technische Untersuchungsmethoden wie Labor, Ultraschall und gegebenenfalls eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) dienen daher vornehmlich der Suche nach Vorerkrankungen und der Festlegung der Therapie. Eine Spiegelung von Magen und Speiseröhre zeigt z. B. ob sich dort bereits Krampfadern (Varizen) gebildet haben.

Die Therapie der Leberzirrhose konzentriert sich darauf, weitere Schäden abzuwenden. Dazu gehören:

  • Das Ausschwemmen des Wassers in der Bauchhöhle (Aszites) durch harntreibende Medikamente (Diuretika)
  • Die Verödung von Krampfadern in Speiseröhre und Magen, um eventuell unstillbare Blutungen zu verhüten
  • Für den Patienten striktes Alkoholverbot
  • Um die Komplikationen des Pfortaderhochdrucks zu mindern, kann der Arzt eine Kurzschlussverbindung zwischen Pfortader und Hohlvene anbringen, einen portosystemischen Shunt. Durch ihn wird das Blut an der geschädigten Leber vorbei ins Hohlvenensystem geleitet. Diese Druckentlastung bewirkt das Absinken des Pfortaderhochdrucks und schützt den Patienten vor Krampfaderblutungen. Allerdings ist mit diesem Eingriff ein erhöhtes Risiko für die hepatische Enzephalopathie verbunden, denn das Blut wird nun nicht mehr ausreichend in der Leber entgiftet. Der Eingriff ist nicht ungefährlich; das Todesrisiko beträgt 5–10 %, bei Notoperationen sogar 50 %.

Eine Hoffnung für viele Patienten stellt die Lebertransplantation dar. Leider kommen viele Patienten aufgrund von Ausschlusskriterien, z. B. Alkoholabhängigkeit, nicht auf die Wartelisten. Selbst wenn diese Hürde genommen ist, sind die Wartezeiten relativ lang.

Die Therapie von hepatischer Enzephalopathie, Leberausfallkoma und hepatorenalem Syndrom beschränkt sich auf die Sicherung der Kreislauffunktionen. Eine Heilung oder ursächliche Behandlung ist nicht möglich.

Nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis und primär biliäre Zirrhose

Nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis: Autoimmunerkrankung mit fortschreitender Entzündung der kleinen intrahepatischen, also in der Leber gelegenen Gallengänge. Frauen in mittleren Jahren (zwischen 40 und 60 Jahren) sind von der Erkrankung zehnmal häufiger betroffen als Männer. Endstadium ist die primär biliäre Zirrhose (PBC), eine seltene und nur durch Lebertransplantation heilbare Form der Leberzirrhose. Die medikamentöse Behandlung dient der Linderung der Symptome. Hat der Patient keine Symptome, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 90 %, für Patienten mit Beschwerden 50 %. Nach einer Transplantation überleben 75 % der Erkrankten die ersten 5 Jahre.

Leitbeschwerden

  • Manchmal keine Beschwerden
  • Juckreiz
  • Mattigkeit
  • Oft erst später Gelbsucht.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn sich der Betroffene müde und krank fühlt.

Die Erkrankung

Bei der nicht eitrigen destruierenden Cholangitis werden die kleinen Gallengänge in der Leber durch bindegewebigen Umbau immer stärker geschädigt und zerstört, so dass die Gallenflüssigkeit nicht mehr ausreichend abfließen kann. Später greift die Entzündung auch auf das Lebergewebe über und es entwickelt sich eine Leberzirrhose mit den dafür typischen Komplikationen. Die Ursache ist unklar; manches deutet darauf hin, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der sich das Abwehrsystem gegen körpereigenes Gewebe richtet. Dafür spricht auch, dass die Krankheit gelegentlich zusammen mit anderen Autoimmunkrankheiten auftritt, z. B. der rheumatoiden Arthritis.

Anfangs fällt die Krankheit oft nur durch erhöhte Leberwerte bei einer Blutuntersuchung auf oder der Arzt findet beim Ultraschall eine vergrößerte Leber. Als erstes Symptom zeigt sich ein quälender Juckreiz, oft begleitet von Müdigkeit und einem Abfall der Leistungsfähigkeit. Eine Gelbfärbung der Augenlederhaut sowie von Haut und Schleimhäuten tritt meist erst viel später auf. Weitere gelegentlich auftretende Symptome sind Dunkelfärbung der Haut und lokal begrenzte Fetteinlagerungen in der Haut (Xanthelasmen).

Das macht der Arzt

Zeigt bei entsprechenden Leitbeschwerden eine Blutuntersuchung Antikörper wie Antinukleäre Antikörper (ANA) und Antimitochondriale Antikörper (AMA) und finden sich im Ultraschall keine Hinweise auf eine andere Lebererkrankung, so spricht dies sehr für die Diagnose einer nicht eitrigen destruierenden Cholangitis, beweisend ist dann die Leberbiopsie. Die Krankheit ist nicht heilbar; lediglich mit Ursodesoxycholsäure (UDCA, z. B. Ursofalk®) lässt sich die Ausscheidung von Gallensäure in die Gallengänge erhöhen und die Lebenszeit verlängern. Colestyramin verringert den unangenehmen Juckreiz. Wichtig ist, dass es um 3 Stunden zeitversetzt zusätzlich zu UDCA eingenommen wird. Da durch die geschädigten und teilweise zerstörten Gallengänge nur noch wenig Gallenflüssigkeit in den Dünndarm gelangt, kommt es zu einer Störung der Fettverdauung mit Fettstühlen und zu einer verringerten Aufnahme der fettlöslichen Vitamine wie A, D, E, K, die deshalb zugeführt werden müssen.

Einziger Ausweg ist oft eine Lebertransplantation, die jedoch nur bei einer Minderheit der Betroffenen realisiert werden kann.

Nicht virusbedingte akute Hepatitis

Nicht virusbedingte akute Hepatitis (nicht infektiöse Leberentzündung): Schwere Leberentzündung, die sich innerhalb von wenigen Tagen entwickelt. Ursache sind meist versehentlich eingenommene Gifte wie das Gift des Knollenblätterpilzes, in Übermengen eingenommene Arzneimittel (z. B. Paracetamol®), Pflanzenschutzmittel, aber auch schwere Arzneinebenwirkungen. Die Prognose ist schlecht, wenn die eingenommene Giftdosis hoch war und die intensivmedizinischen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Zeit zu überbrücken, bis die Selbstheilungskraft der Leber einsetzt.

Die Erkrankung

Die Leberentzündung kann innerhalb weniger Tage zu einem akuten Leberversagen führen. Die ersten Anzeichen sind Schwächegefühle und Übelkeit; diese werden aber schon bald von schwerem Krankheitsgefühl und lebertypischen Symptomen wie Gelbfärbung der Haut begleitet. Da die Entgiftungsfunktion der Leber ausfällt, entwickeln sich rasch schwere Kreislaufstörungen und es kommt zu Bewusstseinsstörungen wie Schläfrigkeit und Benommenheit. In der Folge entsteht das überwiegend tödlich verlaufende Leberausfallkoma.

Die wichtigste nicht virusbedingte Hepatitis bei Kindern ist das Reye-Syndrom. Hier tritt in Kombination mit einer Hepatitis eine akute Gehirnentzündung (Enzephalitis) auf. Die Ursache ist nicht geklärt; es tritt häufig nach Virusinfektionen und der Einnahme von Acetylsalicylsäure auf, vor allem zwischen dem 5. und 9. Lebensjahr. Es beginnt meistens mit grippeartigen Symptomen wie Mattigkeit, Fieber und Erbrechen. Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen und Atemstörungen können hinzukommen. Das Reye-Syndrom erfordert eine sofortige intensivmedizinische Behandlung. Eine Heilung ist möglich, aber die Prognose ist schlecht, wenn das Reye-Syndrom nicht früh genug erkannt wird.

Therapie. Die intensivmedizinische Behandlung kann vor allem Patienten mit leichtem Verlauf retten, z. B. durch Blutwäsche (MARS) und gegebenenfalls durch vorübergehende Übernahme der Leberfunktion.

MARS (Molecular Adsorbents Recirculating System). Beim MARS wird, ähnlich wie bei der Dialyse, das Blut gereinigt, indem mit Hilfe von Pumpen Blut aus dem Körper über verschiedene Filter an großen Eiweißmolekülen (Albumin) vorbei geleitet wird. An diesen Eiweißmolekülen haften die zu eliminierenden Giftstoffe und werden so aus dem Körper entfernt. Das entnommene Blut wird in einem Kreislauf dann zurück zum Körper gepumpt.

Generell ist die Leber ein Organ mit sehr hoher Heilungsfähigkeit. Selbst nach schwerem Schock und Leberversagen vermag die Leber, anders als die Nieren, sich vollständig zu erholen.

Primär sklerosierende Cholangitis

Primär sklerosierende Cholangitis (PSC): Fortschreitende Entzündung und Zerstörung der intra- und extrahepatischen Gallengänge unklarer Ursache, die zu Gelbsucht und Juckreiz führt und meist in eine Leberzirrhose mündet. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen; die Krankheit beginnt zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Neben symptomatischer Behandlung des Juckreizes und Aufdehnung stark verengter Gallengänge bleibt meist nur die Lebertransplantation. Die mittlere Überlebenszeit ohne Transplantation beträgt 10–20 Jahre. Durch eine Transplantation wird eine 10-Jahres-Überlebensrate von 80 % erreicht.

Leitbeschwerden

  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Gewichtsabnahme
  • Juckreiz auf der Haut
  • Manchmal Gelbsucht (gelbe Augen und Haut).

Die Erkrankung

Die Erkrankung, als deren Ursache man einen Autoimmunprozess vermutet, bleibt lange ohne Beschwerden; anfangs werden meist zufällig erhöhte Cholestase- und Leberwerte entdeckt. Sie kommt gehäuft bei Menschen mit einer Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) vor. Im weiteren Verlauf treten als Zeichen einer Gallenstauung (Cholestase) Juckreiz und Gelbsucht auf, später kommen die Symptome einer Leberzirrhose hinzu. Gelegentlich kommt es zu Episoden einer eitrigen Gallengangsentzündung mit Fieber und Oberbauchschmerzen.

Das macht der Arzt

Beim Verdacht auf eine primär sklerosierende Cholangitis, wenn z. B. bei einem Patienten mit Colitis ulcerosa erhöhte Cholestase- und Leberwerte und eventuell zusätzlich spezielle Antikörper (antineutrophile cytoplasmatische Antikörper, ANCA) gemessen werden, muss die Verdachtsdiagnose mithilfe einer ERCP und gegebenenfalls einer Biopsie der Leber (Gewebeprobeentnahme) gesichert werden. Die Behandlung besteht in der Gabe von Ursodesoxycholsäure (UDCA, z. B. Ursofalk®), das die Ausscheidung von Gallensäuren in die Gallengänge verbessert. Infektionen werden mit Antibiotika bekämpft. Hochgradige Engstellen in den Gallengängen lassen sich mit einem Ballonkatheter aufdehnen. In fortgeschrittenen Fällen ist eine Lebertransplantation der letzte Ausweg.

Tumoren von Gallenwegen, Gallenblase und Leber

Gallenwegs-, Gallenblasen- und Lebertumoren: Gutartige und bösartige Neubildungen in den Geweben von Gallenwegen, Gallenblase und Leber. Zu den gutartigen Tumoren gehören

  • Hämangiome: gutartige Tumoren der Blutgefäße, die mäßig häufig sind
  • Gallengangs- und Leberzelladenome: gutartige Tumoren der Gallengangs- und Leberzellen, die viel seltener auftreten.

Zu den bösartigen Tumoren gehören der mäßig häufige

  • Leberkrebs (primäres Leberzellkarzinom, hepatozelluläres Karzinom, HCC), der sich meistens aus einer Leberzirrhose entwickelt
  • die seltenen Gallengangs- und Gallenblasenkarzinome (Gallengangs- und Gallenblasenkrebs).

Die häufigsten Tumoren der Leber sind Lebermetastasen, bei denen es sich meistens um Tochtergeschwulste eines Darm-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Brust- oder Lungenkrebses handelt.

Die Prognose der gutartigen Tumoren ist sehr gut; oft müssen sie nicht entfernt werden. Sowohl bei den genannten Krebsarten als auch bei den Lebermetastasen hängt die Prognose von der Größe des Tumors, vom Stadium der Tumorausbreitung und vom feingeweblichen Typ ab.

Leitbeschwerden

Gutartige Tumoren:

  • Meistens keine.

Bösartige Tumoren:

  • Abgeschlagenheit
  • Schmerzen im rechten Oberbauch mit Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Bei großen Lebermetastasen unangenehmes Druckgefühl im Bauch und Schmerzen
  • Beim Gallengangskarzinom entfärbter Stuhl und dunkler Urin
  • Gelbfärbung der Augenbindehäute und/oder der Haut.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn sich der Betroffene matt und abgeschlagen fühlt, Bauchschmerzen hinzukommen, oder eine auffällige Hellfärbung des Stuhls und dunkler Urin festgestellt wird.

Die Erkrankungen

Gutartige Lebertumoren

Da die gutartigen Lebertumoren meist keine Beschwerden bereiten, handelt es sich fast immer um Zufallsbefunde, z. B. im Rahmen einer Check-up-Untersuchung durch Ultraschall. Sie werden in ihrer Entstehung durch weibliche Geschlechtshormone begünstigt und treten deshalb gehäuft bei Frauen auf, die die Pille nehmen.

Therapie. Der Arzt rät in diesem Falle, die Pille abzusetzen. Je nach feingeweblichem Typ der Lebertumoren werden sie entweder engmaschig alle 3–6 Monate sonografisch kontrolliert oder – wie die Leberzelladenome – sofort operativ entfernt, weil ein Entartungsrisiko besteht. Hämangiome werden nur entfernt, wenn sie Beschwerden verursachen oder sehr oberflächlich liegen und deshalb ein Aufbrechen und damit einhergehend heftige Blutungen zu befürchten sind.

Leberkrebs

Leberkrebs wird am häufigsten durch eine lange bestehende Leberzirrhose ausgelöst, seltener durch eine in früheren Jahren vorausgegangene Hepatitis B und C. Auch Gifte, z. B. die Aflatoxine des Schimmelpilzes Aspergillus flavus, begünstigen seine Entstehung. Bei den Betroffenen macht er sich mit einer Gelbsucht und unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Schmerzen im Oberbauch bemerkbar.

Therapie. Die chirurgische Entfernung (Leberteilresektion) ist manchmal möglich, scheitert aber, wenn der Krebs an zentraler Stelle liegt oder sich weit ausgebreitet hat. Wenn keine Metastasen außerhalb der Leber vorkommen, ist eine Lebertransplantation möglich. Kleine inoperable Tumoren kann der Arzt mit wiederholten Alkoholinjektionen durch die Haut (Perkutane Ethanol-Injektionen, PEI) therapieren. Der Alkohol bewirkt, dass viele der Tumorzellen absterben. Alternativ werden zur palliativen Therapie Chemotherapeutika und die transarterielle Embolisation (d. h. die Verklebung der tumorähnlichen Arterien) eingesetzt.

Prognose. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 0–60 %, je nach Tumorart und -stadium.

Lebermetastasen

Lebermetastasen sind mit Abstand die häufigsten Lebertumoren. Ist die Leber mit Tumoren übersät, spricht der Arzt von einer Metastasenleber. Die Diagnose ist relativ einfach; bei jedem Krebs wird durch Bauchultraschall geprüft, ob die Leber von Metastasen befallen ist. Die Leber ist aufgrund ihrer Entgiftungs- und Reinigungsfunktion besonders gefährdet, Metastasen zu entwickeln. Die Krebszellen werden über den Pfortaderkreislauf durch die Leber geleitet und finden dort gute Wachstumsbedingungen vor.

Therapie. Oft steht einem großen Aufwand seitens der Medizin und großen anfänglichen Verlusten an Lebensqualität beim Betroffenen nur ein geringer Zuwachs an Überlebenszeit und Lebensqualität gegenüber.

  • Handelt es sich um eine einzelne oder um wenige Metastasen und ist der Primärtumor bereits erfolgreich behandelt, kann der Arzt eine Teilentfernung der Leber in Erwägung ziehen. Da die Leber eine enorme Regenerationsfähigkeit besitzt, können bis zu 80 % entfernt werden, allerdings nicht an jeder Stelle. Die Restleber wächst wieder nach, so dass sie den Verlust ausgleichen kann.
  • Ist eine Entfernung der Metastasen nicht möglich, wird der Arzt eine Chemotherapie durchführen. Bei der Leber geschieht das gezielt und hochdosiert über eine regionale Chemotherapie. Der Arzt durchspült die Lebergefäße über einen in die Leberarterie eingesetzten Katheter mit Zytostatika. Alternativ kann eine Chemotherapie mit Tabletten (Capecitabin, Xeloda®) versucht werden.
  • Besonders schlecht sind die Therapiemöglichkeiten, wenn der Primärtumor nicht zu finden ist. Manchmal ist dieser noch sehr klein und die Metastasenzellen sind so stark entartet, dass eine feingewebliche Zuordnung scheitert. In diesem Fall lässt sich nicht abschätzen, auf welche Zytostatika die Metastasen und der Primärtumor am ehesten reagieren.

Prognose. Eine vollständige Heilung gelingt nur in wenigen Fällen.

Gallenblasen- und Gallengangskrebs

Tumoren in Gallenblase und Gallengang wachsen lange, ohne Beschwerden zu verursachen. Sie machen deshalb erst spät durch Symptome auf sich aufmerksam, wie zunehmende Gelbfärbung der Haut, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie werden daher oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Sie bilden sehr schnell Tochtergeschwulste in der Leber.

Therapie. Häufig ist nur noch eine Linderung der Beschwerden möglich. Diese Palliativtherapie besteht meist im endoskopischen Einsetzen eines Röhrchens (Stent) in die Gallenwege, um den Abfluss aus den Gallenwegen in den Zwölffingerdarm zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Prognose. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 5 % und ist damit sehr schlecht. Palliativ versorgte Patienten leben durchschnittlich 6 Monate.

Komplementärmedizin

Ausführliche Übersicht zu alternativen Krebstherapien.

Weiterführende Informationen

  • www.krebshilfe.de – Sehr informative Website der Deutschen Krebshilfe e. V., Bonn (Hrsg.): Unter der Rubrik „Informieren“ finden Sie Broschüren und Infomaterial, so auch den blauen Ratgeber Nr. 15 zum Krebs der Leber und Gallenwege, den Sie hier kostenlos bestellen oder herunterladen können.

Virushepatitis

Virushepatitis: Durch Viren verursachte akute Leberentzündung, gekennzeichnet durch das Absterben von Leberzellen, Gelbsucht und leichteren bis sehr schweren Allgemeinsymptomen. Die akute Virushepatitis gehört mit etwa 20 000 Fällen pro Jahr in Deutschland zu den häufigen Infektionskrankheiten.

Je nachdem, welcher Hepatitisvirus die Krankheit verursacht hat, unterscheidet man Hepatitis A–G. Alle Viren erzeugen ähnliche Beschwerden, unterscheiden sich aber in der Art der Ansteckung und den Folgeschäden. Gefürchtet ist vor allem der chronische Verlauf einer Virushepatitis, die in eine Leberzirrhose übergehen kann. Die Hepatitiden B, C und D können chronisch verlaufen.

Leitbeschwerden

Anfangs: Grippeähnliche Beschwerden mit

  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Gelenk- und Muskelschmerzen.

Später, aber nicht bei allen Erkrankten:

  • Gelbfärbung (Ikterus) der Augenbindehäute und der Haut
  • Grau-gelber Stuhl, braun gefärbter Urin
  • Juckreiz auf der Haut.

Wann zum Arzt

Heute noch wenn grippeähnliche Symptome, verbunden mit Gelbfärbung der Haut und/oder der Augenbindehäute auftreten sowie bei starken Durchfälle, ggf. verbunden mit Gelbfärbung der Haut und Bindehäute, insbesondere nach Auslandsaufenthalten.

Die Erkrankungen

Je nach Erreger unterscheidet man die Hepatitisformen A–G. Sämtliche Hepatitis-Viren können mittels Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Zu Beginn der Erkrankung können aber die Blutwerte noch unauffällig sein.

Die Hepatitis A (Epidemische Hepatitis) ist weltweit verbreitet. Das Virus wird durch Schmierinfektion über mit Fäkalien verunreinigte Gegenstände, verunreinigte Nahrungsmittel (Muscheln) und verseuchtes Trinkwasser übertragen. 2–3 Wochen nach der Infektion scheidet der Virusträger das Virus mit dem Stuhl aus und ist ansteckend. Die ersten Symptome zeigen sich 2–7 Wochen nach der Ansteckung. Meistens heilt die Krankheit nach etwa 4–6 Wochen aus, sie kann aber auch 3–4 Monate dauern (wird aber nie chronisch). Ein Krankenhausaufenthalt ist bei mildem Verlauf oft nicht notwendig. Ab dem 40. Lebensjahr verlaufen 2–6 % der Erkrankungen tödlich, so dass allen Personen bundesweit eine Schutzimpfung empfohlen wird. Nach zwei Injektionen im Abstand von 6–12 Monaten erzielt man einen Langzeitschutz über 10 Jahre. Die Impfung ist mit einer Schutzimpfung gegen Hepatitis B kombinierbar (Twinrix®).

Auf Reisen ist zur Vermeidung einer Ansteckung mit Hepatitis A und E auf ausreichende Lebensmittelhygiene zu achten (Cook it, boil it, peel it, or forget it).

Die Hepatitis B wird durch Intimkontakt, über Kontakt mit Blut und Bluttransfusionen übertragen (also nicht über die Aufnahme mit dem Mund = enteral, sondern parenteral). Zur Ansteckung reichen kleinste Virusmengen (viel weniger als zur Ansteckung mit dem AIDS-Erreger HIV, weshalb Hepatitis B bis zur Einführung der Schutzimpfung vom medizinischen Personal gefürchtet war). Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch beträgt bis zu 1 Jahr.

Zusätzlich zu den typischen Beschwerden der akuten Virushepatitis kommen auch Gelenkschmerzen und Hautveränderungen vor. Bei 10 % der Erwachsenen und 90 % der erkrankten Säuglinge wird die Krankheit chronisch.

Die Hepatitis C wird ebenfalls wie die Hepatitis B parenteral übertragen. Zum Nachweis gibt es einen Labortest, dessen Ergebnis aber erst nach frühestens 6 Wochen vorliegt; manchmal dauert es sogar bis zu 6 Monate. Tritt eine Hepatitiserkrankung nach einer Bluttransfusion auf (Posttransfusionshepatitis), handelt es sich meistens um Hepatitis C. Labormedizinisch werden 6 Hepatitis-C-Virustypen (HCV) unterschieden, der in Europa häufigste HCV-Typ 1 ist zugleich das gefährlichste und am schwierigste zu behandelnde.

Bei Erwachsenen wird die Hepatitis C in zwei Dritteln der Fälle chronisch, bei Kindern nicht. Ebenso wie bei der Hepatitis B treten bei ihr manchmal Gelenkschmerzen und Hautveränderungen auf.

Hepatitis D macht sich nur dann bemerkbar, wenn gleichzeitig eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus vorliegt, d. h. nur Patienten mit einer Hepatitis B können sich mit dem Hepatitis-D-Virus infizieren. Grund dafür ist, dass das Hepatitis-D-Virus ein „defektes“ Virus ohne eigene Hülle ist. Es braucht zwingend die Hülle des Hepatitis-B-Virus zur Vermehrung. Hepatitis-D-Infektionen kommen im Mittelmeerraum, im Amazonas und in den arabischen Ländern vor.

Für die Prognose der Erkrankung ist entscheidend, ob es zu einer gleichzeitigen Infektion mit Hepatitis B und D (Simultaninfektion) oder zu einer zusätzlichen Infektion mit Hepatitis D bei bereits bestehender Hepatitis B (Superinfektion) kommt. Der zweite Fall (second hit) verläuft häufiger schwer und geht häufiger in eine chronische Verlaufsform über.

Die Hepatitis E kommt ausschließlich in tropischen Ländern vor und wird auf dieselbe Weise wie die Hepatitis A übertragen. Ein chronischer Verlauf tritt nicht auf und eine spezielle Therapie der Erkrankung ist nicht notwendig. Schwangere im letzten Drittel der Schwangerschaft sterben unerklärlich häufig (etwa 10–20 % der Erkrankten) an einer Hepatitis E und sollten deshalb auf eine Tropenreise verzichten. Eine Impfung gegen Hepatitis E ist zwar verfügbar, aber Anwendung und Ergebnisse werden derzeit in Studien überprüft.

Hepatitis F. 1994 wurden im Stuhl von Menschen nach Transfusionen Viruspartikel nachgewiesen, die keiner bekannten infektiösen Viruserkrankung zugeordnet werden konnten. Versuche mit Affen erschufen dann ein Hepatitis-F-Virus bzw. Toga-Virus. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen konnten die Existenz eines solchen Virus nicht stützen und die Hepatitis F verschwand wieder.

Hepatitis G. Das Virus wurde erst 1995 entdeckt. Es ist immer noch unklar, ob und welche Rolle dieses Virus als Krankheitserreger spielt – möglicherweise verlangsamt es sogar das Voranschreiten einer gleichzeitig bestehenden Hepatitis C oder HIV-Infektion.

Krankheitsverlauf. Die akute Phase der Krankheit verläuft bei allen Erregern der Hepatitis in drei Phasen, die sich aber in der Intensität unterscheiden:

  • Im Vorstadium (Prodromalphase), die 2–7 Tage dauert, ähneln die Symptome einer Grippeerkrankung mit Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Appetitlosigkeit. Hinzu kommen oft Übelkeit und Brechreiz und zunehmend schlechteres Allgemeinbefinden.
  • 50 % der Patienten entwickeln anschließend für etwa 4–8 Wochen eine Gelbsucht (ikterische Phase). Während der Gelbsucht zeigt sich eine grau-gelbe Stuhlfärbung und ein braun gefärbter Urin. Die Patienten klagen über Juckreiz und haben eine gelb gefärbte Haut. Der Arzt spricht von einer Gelbsucht, deren Ursache in der Leber liegt (intrahepatischer Ikterus). Oft geht es den Patienten bei Auftreten der Gelbsucht besser.
  • In der dritten Phase beginnt der Patient sich zu erholen (Rekonvaleszenzphase). Die Krankheitszeichen lassen nach. Müdigkeit und Abgeschlagenheit können aber noch monatelange anhalten.

In manchen Fällen treten bereits im Vorstadium (Prodromalphase) schwerwiegende Komplikationen auf. Am schlimmsten ist die fulminante Hepatitis, die von schweren Leberfunktionsstörungen bis hin zum tödlichen Leberausfall (Leberversagen) reicht.

Chronische Hepatitis. Die Hepatitis B, C und D können in eine chronische Virus-Hepatitis übergehen. Von einem chronischen Verlauf spricht man, wenn die im Blut oder in Lebergewebeproben nachweisbare Entzündung länger als 6 Monate besteht. Die chronische Hepatitis führt ihrerseits wiederum oft zur Leberzirrhose. Häufig entwickelt sich daraus viele Jahre später ein Leberkrebs.

Die Leber hat aber glücklicherweise eine große Selbstheilungstendenz, so dass die akute Hepatitis B in den meisten Fällen ohne Therapie spontan ausheilt. Bei der akuten Hepatitis C ist es schwieriger. Sehr viele der Erkrankten haben keine Beschwerden und trotzdem entwickeln 20–30 % eine Leberzirrhose.

Eine Vorhersage, ob sich aus einer akuten eine chronische Hepatitis entwickelt, ist schwer möglich. Selbst bei einem leichten Verlauf der akuten Hepatitis kann diese später in eine chronische Hepatitis übergehen.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Die genaue Diagnose einer Hepatitis ist schwierig. Entscheidend ist die Labordiagnostik und bei dieser besonders der Verlauf einzelner, besonders wichtiger Parameter.

Die Diagnose einer Hepatitis – egal welcher Form – gelingt anhand typischer Veränderungen im Blut, insbesondere von Bilirubin, GOT und GPT, AP und gamma-GT. Vor allem für die Prognoseeinschätzung und Therapie ist manchmal eine feingewebliche Untersuchung der Leber (Leberbiopsie) notwendig.

Zur Klärung, um welche Form der Hepatitis es sich handelt, sind teilweise kostspielige Antikörpertests und ein Nachweis von Erbmaterial des Virus (Virus-DNS/RNS) im Blut notwendig.

Therapie der akuten Virushepatitis

Da eine gezielte Therapie der akuten Hepatitis nicht möglich ist, bleiben nur eine symptomatische Behandlung und körperliche Schonung. Bei sehr schweren, akuten Verläufen kommen auch antivirale Medikamente (z. B. Alpha-Interferon, Lamivudin) oder eine Lebertransplantation in Betracht.

Therapie der chronischen Virushepatitis

Behandlungsbedürftig sind insbesondere Patienten

  • Mit starker Virusvermehrung
  • Mit starker Erhöhung der Enzyme GOT, GPT, gamma-GT und AP 
  • Mit ausgeprägter Entzündungsreaktion (eventuell sogar bindegewebigem Umbau der Leber) in der feingeweblichen Untersuchung
  • Mit fortgeschrittener Leberzirrhose.

Eine chronische Virushepatitis ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Leberzirrhose und eines Leberzellkarzinoms, deshalb sollte alles versucht werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden bzw. korrekt zu behandeln. Heilung ist mittlerweile oft möglich.

Allgemeinmaßnahmen. Schädigende Einflüsse wie beispielsweise Alkohol müssen vermieden und andere Medikamente (auch die „Pille“) zur Schonung der Leber abgesetzt oder auf ein unerlässliches Maß reduziert werden. Manchmal kann auf leberverträglichere Medikamente umgestellt werden. Die Medikamentendosis muss an die Leberfunktion angepasst werden.

Antivirale Therapie. Hepatitis B, C und D drohen chronisch zu verlaufen. Unter Berücksichtigung der persönlichen Prognoseeinschätzung und der zu erwartenden Nebenwirkungen wird der Arzt deshalb eine antivirale Therapie empfehlen, um das Risiko des Übergangs in eine chronische Hepatitis auf ein Minimum zu senken. Manchmal kann das Virus durch die Therapie sogar eliminiert werden.

Die wichtigsten antiviralen Medikamente in der Hepatitistherapie sind:

Interferone. Interferone sind Eiweiße, die zur Gruppe der Zytokine gehören und antivirale Wirkung haben. Zur Behandlung der Hepatitis wird Alpha-Interferon (Interferon-I) benutzt. Es muss täglich subkutan (unter die Haut) gespritzt werden. Eine Neuentwicklung dieser Wirkstoffgruppe sind pegylierte Interferone (Pegasys® bzw. PegIntron®) , die den Wirkstoff langsamer freisetzen. Deshalb muss eine Injektion nur alle 7 Tage erfolgen.

Virostatika. Virostatika sind Medikamente, die die Virusvermehrung hemmen, z. B. mit den Wirkstoffen Lamivudin oder Ribavirin.

Chronische Hepatitis B. Hier wird immer therapiert, weil das Risiko des Übergangs in eine Zirrhose bei der Hepatitis B besonders hoch ist. Die Standardbehandlung besteht aus der Gabe von Interferon-I (Roferon-A®) oder Intron®A). Bei alkohol- oder drogenabhängigen Patienten wird Lamivudin (Zeffix®) der Interferontherapie wegen der besseren Verträglichkeit vorgezogen.

Chronische Hepatitis C. Auch bei der Hepatitis C besteht ein hohes Risiko des Übergangs in eine chronische Hepatitis. Die bisherige Standardbehandlung bestand - abhängig vom Genotyp des Virus - aus einer Kombinationstherapie aus pegyliertem Interferon (Pegasys®) und dem Virostatikum Ribavirin (Rebetol®). Die Therapiedauer wird dem Abfall der im Blut nachweisbaren Virusmenge angepasst.

Neue biotechnologische Medikamente haben das Therapiespektrum und die Heilungsaussichten verbessert. Wichtige neue Substanzen sind die die Virusvermehrung unterdrückenden Wirkstoffe Sofosbuvir und Simeprivir sowie die NS5A-Inhibitoren Daclatasvir, Ledipasvir, Ombitasvir und Velpatasvir. Sie befreien bei einer Therapiedauer von maximal 3 Monaten offenbar mindestens 90 % der Patienten von den Viren, und versprechen auch, dass auf die Gabe der nebenwirkungsreichen Interferone verzichtet werden kann. Nachteilig sind die hohen Kosten von 50.000 EUR und mehr sowie die noch geringe praktische Erfahrungen. Wird zeitgleich zur Sofosbuvir-Therapie das Antiarrhythmikum Amiodaron eingenommen, steigt das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen und Herzversagen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt betroffenen Patienten engmaschige EKG-Kontrollen.

Während sich Interferon sowohl gegen Hepatitis-B-Viren als auch gegen Hepatitis-C-Viren richtet, wirken die neuen Virustatika ausschließlich gegen Hepatitis C. Vor Behandlungsbeginn einer interferonfreien Therapie sollten daher alle Hepatitis-C-Patienten auf Hepatitis B untersucht werden. Bei bestehender oder früherer Hepatitis-B-Infektion besteht die Gefahr einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus. Patienten mit Koinfektion (Hepatitis B und C) müssen fortlaufend überwacht werden.

Chronische Hepatitis D. Die Standardtherapie der Hepatitis D ist eine Behandlung mit Lamivudin (Zeffix®). Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover haben nun eine alternative Therapie gefunden. Sie behandelten ein Jahr lang Hepatitis-D-Patienten mit einer Kombination aus dem Interferon Peginterferon alpha und dem Virostatikum Adefovir. Besonders die Wirkstoff­kombination – aber auch Peginterferon alpha allein – führten zu einer verminderten Viruslast. Bei einem Viertel der Teilnehmer heilte die Hepatitis sogar aus.

Prognose

Die Prognose hängt insbesondere vom Verlauf der Blutwerte und vom Befund der Lebergewebsprobe (Biopsie) ab.

Vorsorge

Zur Vorbeugung von Infektionen mit Hepatitis A und B stehen Kombinations-Impfstoffe zur Verfügung, die vor diesen Formen der Hepatitis schützen. Eine erfolgreiche Hepatitis-B-Impfung, die für Kinder und Jugendliche, Fernreisende sowie für alle in den Medizinberufen Tätigen empfohlen wird, schützt zudem auch vor Hepatitis D. Zur Vorbeugung der sexuellen Übertragung der Hepatitis-B-Infektion, die weltweit die häufigste Form der Übertragung ist, ist die Verwendung von Kondomen notwendig.

Problematisch sind die teilweise unhygienischen Arbeitsverhältnisse beim Stechen von Piercings und Tätowierungen. Selbst das Durchstechen der Ohrläppchen birgt ein gewisses Hepatitis-Risiko, wenn unsauber gearbeitet wird.

Selbsthilfe

Die Leber schonen. Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus müssen Sie alles unterlassen, was die Leber belastet. Dazu gehört der totale Verzicht auf Alkohol und bei Frauen der Verzicht auf die Pille zur Empfängnisverhütung. Da viele Medikamente für Monate, mitunter Jahre nach einer überstandenen Hepatitis verboten sind, ist es wichtig, dass Sie bei jedem (Zahn-)Arztbesuch den Arzt über Ihre Erkrankung informieren.

Ernährung. Eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung hilft, wieder zu Kräften zu kommen.

Geschlechtsverkehr. Um zu vermeiden, dass sich Ihr Partner ansteckt, sollten Sie beim Geschlechtsverkehr solange Kondome verwenden, bis die Blutuntersuchung wieder normale Werte liefert und Ihr Arzt Entwarnung gibt.

Komplementärmedizin

Pflanzliche Lebertherapeutika sollten nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Das am häufigsten empfohlene Heilkraut ist die Mariendistel, aus deren Früchten standardisierte Trockenextrakte gewonnen werden (z. B. Alepa forte- Kapseln, durasilymarin®-Filmtabletten, Silibene® 140-Filmtabletten). Eine leberschützende Wirkung der Mariendistel wird von vielen Studienergebnissen gestützt, eine tatsächlich „antivirale“ Wirkung ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Weiterführende Informationen

  • www.bag-leber.de – Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Leber e. V., Köln: Mit Informationen zu verschiedenen Lebererkrankungen. In der Arbeitsgemeinschaft sind zahlreiche Verbände und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, die von der Internetseite aus erreichbar sind.
  • M. Peck-Radosavlievic et al.: Leitfaden der chronischen Infektionskrankheiten der Leber. Uni-Med, 2006. An den aktuellen Neuentwicklungen orientierter Ratgeber, u. a. zur Hepatitis C.

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