Frauenkrankheiten


Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane

Akute Adnexitis

Akute Adnexitis (Eileiter- und Eierstockentzündung, Salpingoophoritis, [acute] pelvic inflammatory disease, PID): Akute Entzündung von Eileiter (Salpingitis), Eierstock (Oophoritis) und der dazugehörigen Bindegewebsstrukturen (Parametritis), was meist nicht genau auseinanderzuhalten ist, weshalb sich der Sammelbegriff Adnexitis eingebürgert hat. Eine Adnexitis trifft jede 8. sexuell aktive Frau, bevorzugt in den ersten sexuell aktiven Jahren. Die Entzündung wird in aller Regel durch aufsteigende Keime aus dem unteren Genitalbereich verursacht. Früh begonnener Geschlechtsverkehr und Spiralen sind Risikofaktoren. Bei schweren Verläufen und fehlender Therapie muss mit einem Übergang zur chronischen Adnexitis, Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit und Eileiterschwangerschaften gerechnet werden.

Leitbeschwerden

Die Beschwerden erinnern den Arzt oft an ein akutes Abdomen (brettharter schmerzhafter Bauch), vor allem dann, wenn kein Ausfluss besteht. Fehldiagnosen sind deshalb möglich. Falls in den Tagen oder Wochen zuvor ungeschützter Geschlechtsverkehr bestand, sollte dies deshalb dem Arzt unaufgefordert mitgeteilt werden.

  • Stechende Unterbauchschmerzen, ein- oder beidseitig
  • Starkes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Gelblich-grüner, übel riechender Ausfluss.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Immer wiederkehrende, dumpfe Schmerzen im Unterbauch auftreten
  • Verfärbter und übel riechender Ausfluss bemerkt wird.

Heute noch, wenn

  • Plötzlich stechende, starke Schmerzen im Unterbauch mit gleichzeitiger Übelkeit auftreten
  • Anhaltende, wechselnd starke Schmerzen im Unterbauch und unregelmäßige Fieberschübe auftreten
  • Stuhlgang oder Wasserlassen stark schmerzen.

Die Erkrankung

In den Genitalbereich eindringende Keime werden normalerweise durch das saure Scheidenmilieu (pH-Wert 4,5 – zum Vergleich: der pH-Wert des Bluts beträgt 7,4) an der Vermehrung gehindert. Dieses wird von den Milchsäure produzierenden Döderlein-Bakterien aufrechterhalten. Zusätzlich sorgt ein Schleimpfropf im Gebärmutterhals dafür, dass möglichst wenig Keime in die Gebärmutter eindringen. Während der Monatsblutung und in geringerem Umfang während der fruchtbaren Tage verflüssigt sich der Schleim, und der Schleimpfropf wird durchlässig, sodass dieser Schutzmechanismus außer Kraft gesetzt ist.

Krankheitserreger wie Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe) können dann leicht durch Sexualkontakte in die Gebärmutter eindringen und dort eine Entzündung auslösen. Von hier aus steigen die Keime weiter auf in die Eileiter, die mit einer entzündlichen Schwellung reagieren. Eitriges oder entzündliches Sekret kann die Eileiter vollständig verschließen. Häufig greift in diesem Stadium die Entzündung auch auf die Eierstöcke über, von dort aus kommt es manchmal auch zu einer Bauchfellentzündung.

Von diesem typischen Krankheitsmechanismus abzugrenzen sind seltene Fälle einer Adnexitis, die durch Keimverschleppung im Blut verursacht wird, z. B. bei einer fortgeschrittenen Tuberkulose, sowie die lebensgefährliche Adnexitis in den Tagen nach der Geburt. Hier bieten der weit geöffnete Muttermund und der klaffende Gebärmutterhals zusammen mit dem Wochenfluss einen gefährlichen Nährboden für Bakterien. Diese Art der Adnexitis heißt Kindbettfieber. Kommt es zur lebensbedrohlichen Blutvergiftung, spricht man von Puerperalsepsis, früher die Hauptursache für die hohe Müttersterblichkeit.

Komplikationen und Spätfolgen

Wenn bei einer Adnexitis sehr viel entzündliches Sekret produziert wird, können die Eileiter so stark verkleben, dass kein Eitransport mehr möglich ist. Oft nistet sich das befruchtete Ei dann im Eileiter ein (Eileiterschwangerschaft). Hat eine Patientin einmal eine Adnexitis durchgemacht, steigt das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft, da die Beweglichkeit der Flimmerhärchen in den Eileitern vermindert ist. Der Übergang in eine chronische Adnexitis führt durch Verwachsungen oft zum Eileiterverschluss und damit meist zur Unfruchtbarkeit.

Breitet sich die Entzündung weiter aus, kommt es zwischen Eileiter und Eierstock häufig zu Verschmelzungen von Gewebe und zur Bildung eines Abszesses (Tuboovarialabszess). Dabei entstehen ausgedehnte Verwachsungen zwischen Gebärmutter, Darm, Bändern und Beckenwand, die die Eileiterfunktionen (Eiaufnahme und -weiterleitung) dauerhaft beeinträchtigen und Ursache einer späteren Unfruchtbarkeit sein können. Ein Abszess kann sich auch im Douglas-Raum, dem tiefsten Punkt des kleinen Beckens zwischen Gebärmutterrückseite und Mastdarm, bilden (Douglas-Abszess) und Auslöser starker Schmerzen beim Stuhlgang sein.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Vermutet der Arzt eine Adnexitis, macht er einen Scheidenabstrich, mit dem er die Erreger identifiziert. Mit einem Vaginalultraschall sieht er die verdickten Eileiter und entzündlich vergrößerten Eierstöcke und im fortgeschrittenen Stadium die Ansammlung von Flüssigkeit in den Eileitern oder die Entwicklung eines Abszesses. Zudem schließt er so andere Ursachen der Unterbauchschmerzen wie z. B. eine geplatzte Eierstockzyste aus. Eine Blutuntersuchung dient zur Feststellung der Entzündungszeichen sowie zum Ausschluss einer Schwangerschaft. Letzteres ist wichtig, da die Beschwerden bei einer Adnexitis denen einer Eileiterschwangerschaft ähneln. Die Symptomatik kann auch durch eine Entzündung der Harnwege, Harnblase oder Nieren verursacht sein, weswegen der Arzt den Urin und die Nieren per Ultraschall untersucht. In schwierigen Fällen ist eine Bauch- oder Beckenspiegelung (Laparoskopie) erforderlich, mit der eine Blinddarmentzündung ausgeschlossen wird und zugleich eine Abstrichentnahme von den Eileitern möglich ist.

Therapie. Eine Adnexitis wird mit Antibiotika in Form einer Antibiotikakombination behandelt. Sie ist gegen die häufigsten Erreger der Erkrankung, Chlamydien und Gonokokken, wirksam, z. B. ein Cefalosporin wie Cefadroxil und ein Tetrazyklin wie Doxycyclin, als Tablette oder bei schlechtem Allgemeinzustand auch als Infusion. Bei Erfolglosigkeit wird auf andere Substanzgruppen wie Gyrasehemmer (z. B. Ofloxazin, Tarivid®) und Metronidazol (z. B. Clont®) gewechselt. Die Behandlung dauert mindestens zehn Tage.

Gegen die starken Schmerzen helfen Schmerzmittel mit antientzündlicher Wirkung (NSAR) wie Diclofenac (Voltaren® 3 x täglich 50 mg als Tablette oder Zäpfchen). In der akuten Krankheitsphase helfen zusätzlich stündliche Kältepackungen oder kühlende Umschläge.

Hat sich ein Douglas-Abszess gebildet, wird er während der Bauchspiegelung punktiert und entleert. Während dieser Operation versucht der Arzt auch Verklebungen zu lösen, um die Durchgängigkeit der Eileiter wiederherzustellen.

Selbsthilfe und Komplementärmedizin

Selbsthilfe-Maßnahmen sollten nicht statt der Behandlung mit Antibiotika eingesetzt werden, sondern ergänzend.

  • Strikte Bettruhe für ein, besser zwei Wochen ist unumgänglich, damit die Adnexitis vollständig ausheilt.
  • Kälteanwendungen im akuten Stadium: Kalte Umschläge auf den Unterbauch lindern den Schmerz und sollen verhindern, dass sich die Entzündung weiter ausbreitet.
  • Wärmeanwendungen nach Abklingen der akuten Symptome: Greift die Antibiotikabehandlung und sind die Schmerzen weitgehend abgeklungen, unterstützen feuchtwarme Umschläge die Regeneration des entzündlich veränderten Gewebes.
  • Eine begleitende Enzymtherapie mit dem Ananasenzym Bromelain in hoher Dosierung (z. B. Bromelain-Pos®) wirkt schmerzlindernd und vor allem entzündungshemmend.

Komplementärmedizin

Komplementärmedizinische Maßnahmen sollten nicht statt der Behandlung mit Antibiotika eingesetzt werden, sondern ergänzend.

Warme Sitzbäder mit Kamille oder jeweils gleichen Anteilen an Frauenmantelkraut, weißen Taubnesselblüten und Schafgarbenkraut, aber auch Bäder mit Moor-Schwefel-Pulver (z. B. Leucona Moor®) lindern Schmerzen und wirken entspannend.

Vorsorge

Bei Frauen unter 25 Jahren zahlt die Krankenkasse seit 2008 einen Abstrich aus dem Muttermund. Ab 2009 wird der Urin kostenfrei auf Chlamydien untersucht.

Aufbau der Darmflora: Ist die Antibiotikatherapie beendet, kann die Darmflora durch probiotische Joghurts oder probiotische Fertigarzneien (z. B. Mutaflor® Darmtherapeutikum) wieder aufgebaut werden.

Bartholinitis

Bartholinitis: Entzündung des Ausführungsgangs der Bartholin-Drüsen, meist durch Bakterieninfektion. Die Bartholinitis ist der häufigste Grund für eine Schwellung im äußeren Genitalbereich und kommt in jedem Lebensalter vor. Durch die Infektion schwillt der Ausführungsgang der Drüse an und die Öffnung nach außen verklebt, sodass das Drüsensekret nicht mehr abgegeben wird und sich staut (Bartholin-Empyem).

Bartholin-Zyste: Entsteht nach immer wiederkehrender (rezidivierender) Entzündung und Sekretstau in einer abgekapselten Bartholin-Drüse. Um Rezidive zu vermeiden, wird in späteren Krankheitsstadien meist operiert.

Leitbeschwerden

  • Einseitige, äußerst schmerzhafte, hühnerei- bis tennisballgroße Schwellung und Rötung im Bereich der großen Schamlippe
  • Schmerzen beim Sitzen und Gehen
  • Bartholin-Zyste: Schwellung ohne Schmerzen.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn eine pralle und kugelig tastbare Schwellung im Bereich der großen Schamlippe auftritt, die kaum oder nicht schmerzt

Heute noch oder am nächsten Tag, wenn starker Schmerz, Schwellung und Rötung der großen Schamlippe auf einer Seite auftritt.

Die Erkrankung

Die Bartholin-Drüsen sitzen im hinteren Teil der großen Schamlippen und befeuchten die Scheide mit ihrem Sekret. Ihre Ausführungsgänge münden in den Scheidenvorhof. Dort sind auch bei gesunden Frauen verschiedene Bakterien vorhanden, die in die Ausführungsgänge eindringen und dort eine Entzündung hervorrufen können. In der Folge staut sich das Sekret und wird eitrig. In seltenen Fällen heilt eine Bartholinitis von selbst, tritt danach allerdings auch häufig wieder auf und kann chronisch werden. Die Behandlung der Bartholinitis erfolgt stadienabhängig.

Das macht der Arzt

Anhand des typischen klinischen Bilds erkennt der Arzt eine Bartholinitis in der Regel auch ohne weitergehende Untersuchungen. Tritt eitriges Sekret aus, entnimmt er zur Identifizierung der Erreger einen Abstrich. Im frühen Krankheitsstadium reicht häufig eine äußerliche Behandlung mit schmerz- und entzündungshemmenden Lösungen. Manchmal lindern kühlende Umschläge und Sitzbäder eine beginnende Entzündung. Hat sich bereits ein Bartholin-Empyem gebildet, wird durch Sitzbäder und Wärmezufuhr dessen Reifung und Abkapselung beschleunigt. Bleibt die spontane Entleerung aus, wird das Empyem in einer Operation eröffnet und entleert. Dabei vernäht der Arzt den nach außen umgeschlagenen Rand der Wundhöhle mit der äußeren Haut (Marsupialisation), sodass eine kleine Öffnung bestehen bleibt, die ein Verkleben der Wundränder miteinander verhindert und die Funktion der Bartholin-Drüse weiterhin gewährleistet. Auch Bartholin-Zysten werden auf diese Weise operiert. Bei der chronischen Bartholinitis wird in der Regel die ganze Drüse operativ entfernt.

Je nach auslösendem Erreger wird auch mit Antibiotika behandelt. Um die gegenseitige Ansteckung zu verhindern, wird der Partner mitbehandelt.

Chronische Adnexitis

Chronische Adnexitis (Chronic pelvic inflammatory disease): Jahrelang anhaltende Entzündungen der Eileiter und Eierstöcke und der dazugehörigen Bindegewebestrukturen, meist infolge einer nicht ausreichend behandelten akuten Adnexitis oder von narbigen Veränderungen nach einer akuten Adnexitis. Die Therapie ist schwierig.

Warnhinweis: Im Fall einer Schwangerschaft droht eine Fehlgeburt, wenn sich das befruchtete Ei im Eileiter einnistet (Eileiterschwangerschaft).

Leitbeschwerden

  • Dumpfe Unterbauchschmerzen, von Tag zu Tag fluktuierend, ein- oder beidseitig
  • Wechselnd starke Schmerzen oder Verspannungen z. B. im Rücken oder Beckenboden
  • Beim Hinsetzen oder bei körperlicher Tätigkeit verstärkte Schmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Müdigkeit, Neigung zu depressiven Stimmungen

Seltener:

  • Verstopfung, Blähungen, unregelmäßiger Zyklus und Schmerzen bei der Regelblutung
  • Unfruchtbarkeit.

Das macht der Arzt

Die Therapie ist ausgesprochen schwierig, viel hat die (Schul-)Medizin nicht zu bieten. Feuchtwarme Umschläge, Moorpackungen oder Bestrahlungen, um die Durchblutung zu steigern und so Verklebungen und Flüssigkeitsansammlungen aufzulösen, können die Symptome lindern. Manchmal ist auch ein stationärer Kuraufenthalt mit Moorbädern und Fangopackungen nützlich.

Bleiben die Beschwerden bestehen, ist manchmal die Operation die letzte Möglichkeit. Die Operation kann allerdings die Entfernung der Eileiter, der Eierstöcke und der Gebärmutter bedeuten.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Bösartiger Tumor der Eierstöcke. Diese Krebsart kann in jedem Alter auftreten, meist betrifft sie aber Frauen über 50 Jahre. Da der Eierstockkrebs keine Frühsymptome zeigt, wird er in 75 % der Fälle erst erkannt, wenn der Krebs bereits Metastasen innerhalb oder außerhalb des Beckens gebildet hat. Eine Heilung ist in diesen Fällen meist nicht möglich.

Leitbeschwerden

  • Scheidenblutung nach den Wechseljahren
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Fremdkörpergefühl
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen beim Stuhlgang
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Zunahme des Leibesumfangs durch Wassereinlagerung in der Bauchhöhle (Aszites)
  • Verschlechterung des Allgemeinzustands, Gewichtsverlust.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten zwei Tagen, wenn Sie einen schnell wachsenden Unterbauch bemerken

Die Erkrankung

Eierstockkrebs macht etwa 4 % aller Krebserkrankungen der Frau aus. Das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken, geht mit der Zahl der Eisprünge im Leben einher. Entsprechend haben kinderlose Frauen ein höheres Risiko, ebenso Frauen, die schon früh geschlechtsreif wurden und erst spät in die Wechseljahre kommen. Auch wenn bereits eine Krebserkrankung an Brust, Gebärmutter oder Darm besteht, ist das Risiko erhöht. Die Vererbung spielt ebenfalls eine Rolle, mehrere den Krebs fördernde Gene sind entdeckt worden. Umgekehrt senken mehrfache Schwangerschaften und die langjährige Einnahme der „Pille“ das Erkrankungsrisiko, da beides die Eierstöcke „ruhig stellt“.

Da der Eierstock aus vielen verschiedenen Geweben besteht, gibt es vergleichbar mit der sehr großen Zahl gutartiger Eierstocktumoren auch eine sehr unübersichtliche Vielzahl feingeweblich unterschiedlicher Eierstockkrebs-Typen. Am häufigsten ist das seröse Zystadenokarzinom, die bösartige Variante des serösen Kystoms. Weiter gibt es auch halb bösartige (semimaligne) Formen zwischen diesen beiden, die LMP- oder Borderline-Eierstockkrebs genannt werden.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Zur Feststellung der Größe des Tumors und seiner Beschaffenheit tastet der Arzt von der Scheide und der äußeren Bauchdecke her den Bereich um die Eierstöcke ab. Ebenso gibt eine Austastung des Enddarms Hinweise auf die Ausdehnung des Tumors. Mit dem Vaginalultraschall ist meist eine Vorentscheidung möglich, ob ein vermuteter Eierstocktumor tatsächlich vorliegt. Zudem erkennt der Arzt, ob Metastasen oder vergrößerte Lymphknoten vorhanden sind.

Das CT zeigt die Ausdehnung des Tumors sowie eventuell befallene Lymphknoten und Metastasen. Vom CT-Befund (bei Metastasen unter Umständen auch von einem zusätzlichen Kernspin) hängt ab, wie umfangreich und in welcher Art operiert werden muss. Zusätzliche Untersuchungen wie Blasen- und Darmspiegelung, eventuell auch ein Ausscheidungsurogramm (AUG) liefern weitere Hinweise zur Ausdehnung des Tumors.

Eine Blutuntersuchung weist erhöhte Tumormarker nach. Ihr Aussagewert ist im Rahmen der Diagnostik nicht verlässlich, sie unterstützen aber wesentlich die Kontrolle der Therapie.

Therapie. Bei unklarer Diagnose sind in einer ersten Operation Biopsien der verdächtigen Region mit feingeweblicher Untersuchung notwendig, meist wird das Gewebe noch während der Operation untersucht (Schnellschnitt). Bei jeder Operation eines Ovarialkarzinoms wird angestrebt, den gesamten Tumor und gegebenenfalls auch alle weiteren Tumorherde zu entfernen. Auch müssen bei entsprechender Tumorausdehnung eventuell Darmabschnitte, der Blinddarm, Teile des Bauchfells sowie (häufig) Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden. Bei ausgedehnten Tumoren ist die Prognose sehr schlecht, sie wird aber ganz wesentlich von der Erstoperation bestimmt. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass vor allem vorbelastete Frauen, die Mutationen in den Brustkrebsgenen BRCA-1 und BRCA-2 tragen, von einer vorbeugenden operativen Entfernung der Eierstöcke profitieren. Der Eingriff verringert dabei nicht nur das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, sondern auch die Gefahr erneut oder überhaupt Brustkrebs zu bekommen. 

Je nach Tumorart und -stadium ist im Anschluss eine Chemotherapie mit Zytostatika notwendig, z. B. sechs Zyklen im Dreiwochenabstand mit den Substanzen Carboplatin und Paclitaxel (Taxol®).

Bestrahlungen sowie auch die beim Brustkrebs häufig wirksame Hormontherapie haben beim Eierstockkrebs keinen Effekt.

Folgeprobleme. Patientinnen mit Eierstockkrebs sind durch viele Komplikationen gefährdet, so durch:

  • Die Ausschwemmung von Krebszellen in die Bauchhöhle, was einen bösartigen (malignen) Aszites (Bauchwassersucht) hervorbringt, der den Krebs rasch im Körper verteilt. Tritt ein maligner Aszites auf, wird er vom Arzt abpunktiert. Darüber hinaus ist ein Einspritzen von Zytostatika in die Bauchhöhle möglich, um die Zellen an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.
  • Einen malignen Pleuraerguss, ebenfalls ausgelöst durch Krebszellen. Auch der Pleuraerguss wird vom Arzt abpunktiert, außerdem können die Pleurablätter durch Einspritzung eines Medikaments in den Pleurazwischenraum verklebt werden, sodass der Erguss nicht „nachlaufen“ kann.
  • Magen-Darm-Beschwerden vielfältigster Art.
  • Einengung der Harnleiter durch die Tumormassen im Becken, was zu nierenkolikartigen Schmerzen bis hin zu Nierenversagen führen kann.
  • Die Nebenwirkungen der Chemotherapie.
  • Die künstlich ausgelösten Wechseljahre (die aber durch eine Hormonersatztherapie erträglicher gemacht werden können). Dies betrifft nur jüngere Patientinnen.
  • Krebsrezidive, die in der Regel erneut operiert werden.

Nachsorge. Rezidive rechtzeitig aufzuspüren ist auch das Hauptziel der Nachsorge. Die Kontrolluntersuchungen erfolgen alle 3–6 Monate und umfassen ein umfangreiches Programm aus körperlichen Untersuchungen, bildgebender und Labordiagnostik.

Prognose

Die Prognose ist insgesamt schlecht, hängt aber im konkreten Fall stark vom feingeweblichen Typ und von der Ausdehnung des Tumors zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Ist er auf den Eierstock begrenzt, überleben etwa 70 % der Betroffenen die nächsten fünf Jahre. Gibt es bereits Metastasen, so sinkt die 5-Jahres-Überlebensrate auf unter 15 %. Seröses Zystadenokarzinom, LMP- und Borderline-Eierstockkrebs haben im Vergleich zu den anderen Eierstockkrebsen eine sehr gute Prognose.

Vorsorge

Da es beim Eierstockkrebs keine Frühsymptome gibt, besteht die einzige vorsorgende Maßnahme in der jährlichen Krebsfrüherkennung einschließlich eines Vaginalultraschalls, der allerdings von den Kassen nicht gezahlt wird. Außerdem eignet sich der Ultraschall durch die Scheide laut Experten nicht zur Früherkennung von Eierstockkrebs. Zum einen laufen die Frauen Gefahr, einen falsch-positiven Befund zu bekommen, zum anderen gibt es bisher keine Beweise, dass eine frühzeitige Behandlung die Sterblichkeit verringert. Auch die Kombination aus Vaginalultraschall und der Bestimmung des Tumormarkers CA-125 im Blut ist ungeeignet, um Eierstockkrebs frühzeitig zu erkennen.

Komplementärmedizin

Ausführliche Übersicht zu komplementärmedizinschen Krebstherapien

Weiterführende Informationen

  • www.noggo.de – Internetseite der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie e. V., Berlin: Fachinformation und Selbsthilfetipps zu allen Krebsarten der Frau, die Broschüre Eierstockkrebs ist kostenlos bestellbar.
  • www.selbsthilfekrebs.de – Internetseite des Onkologischen Patientenseminar Berlin-Brandenburg e. V. (OPS), Universitätsklinikum Charité, Berlin: User finden ausführliche Informationen zu Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs sowie Wissenswertes zu Studien, Selbsthilfe und Sozialleistungen. Zudem stehen den Nutzern der Seite zwei Hotlines (eine für medizinischen Rat, eine für Beratung durch Betroffene) zur Verfügung. Buchtipps, Links und weiterführende Adressen ergänzen das Serviceangebot.
  • www.eierstockkrebs-forum.de – Internetangebot der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie, Berlin: Informationsportal und Forum für Patientinnen und Angehörige.
  • H. Delbrück: Eierstockkrebs. Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige. Kohlhammer, 2004. Patientenratgeber mit aktuellen Informationen zu Therapiemöglichkeiten und ihren Folgewirkungen.
  • J.Sehouli; W. Lichtenegger: Eierstockkrebs: 100 Fragen – 100 Antworten. akademos, 2003. Beantwortet anschaulich und verständlich Fragen, die an Brustkrebs erkrankte Frauen formuliert haben. Auch Themen wie Ernährung und Sexualität finden ihren Platz. Für Patienten und Angehörige.

Endometriose

Endometriose (Endometriosis): Gewebeinseln von Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle angesiedelt haben und sich genauso wie die „echte“ Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auf- und wieder abbauen. Etwa 10 % aller Frauen entwickeln im gebärfähigen Alter eine Endometriose, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt. Die Endometriose ist eine häufige Ursache für Unfruchtbarkeit.

Leitbeschwerden

Die Beschwerden können stark variieren:

  • Besonders schmerzhafte Monatsblutung
  • Schmerzmaximum typischerweise 1–2 Tage vor Beginn der Monatsblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Endometrioseherde im Gebärmutterhals)
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Zyklisch blutiger Urin (Endometrioseherde in der Harnblase)
  • Zyklisch Blutbeimengung im Stuhl (Endometrioseherde im Darm)
  • Zyklisches Bluthusten (Endometrioseherde in der Lunge)
  • Unfruchtbarkeit.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Wochen, wenn die Beschwerden regelmäßig mit der Monatsblutung auftreten

In den nächsten Tagen, wenn plötzlich blutiger Urin oder blutiger Stuhl auftritt.

Die Erkrankung

Die Entstehung der Endometriose ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Die am meisten akzeptierte Theorie geht von einer Art „Transplantation“ aus, indem während der Monatsblutung Schleimhautstücke aus der Gebärmutter durch die Eileiter in den Bauchraum gelangen und an anderer Stelle wieder anwachsen. Die versprengten Schleimhautinseln reagieren dann genauso wie die Schleimhaut in der Gebärmutter während des Zyklus, d. h. mit Aufbau und Abstoßung des Gewebes, also auch mit einer Blutung. Durch den Aufbau des Gewebes an dafür nicht vorgesehenen Stellen kann es dann zu starken Schmerzen kommen. In anderen Fällen (z. B. bei Schleimhautherden in den Eierstöcken) kann das Blut nicht abfließen und staut sich, was ebenfalls Schmerzen verursacht. Auf diese Weise bilden sich an den Eierstöcken große Zysten (Endometriosezysten), die man wegen ihres dunkelbraunen Blutinhalts auch als Schokoladen- oder Teerzysten bezeichnet. Befinden sich Schleimhautinseln in der Harnblase oder im Darm, kommt es zu Blut im Urin oder Stuhl.

Die Beschwerden hängen davon ab, an welchen Stellen sich innerhalb oder außerhalb des kleinen Beckens die Schleimhautinseln (Endometrioseherde) befinden und erreichen kurz vor oder während der Menstruation ihr Maximum. Die Behandlung ist schwierig: Nur teilweise ist es möglich, die Endometrioseherde operativ zu entfernen. Andernfalls wird versucht, mit Medikamenten die Symptome erträglich zu machen, bis sie spätestens mit den Wechseljahren von selbst verschwinden. Auch nach Schwangerschaften verschwinden die Symptome oft völlig.

Die Blutungen können eine Vernarbung des betroffenen Gewebes mit Verklebungen und Verwachsungen zur Folge haben und damit unfruchtbar machen. Außerhalb des Beckens kommt eine Endometriose selten vor; es wurden jedoch schon Herde in der Lunge (mit der Folge von Bluthusten während der Menstruation), an den Extremitäten und – nach Operationen im Beckenraum – in den Hautnarben gefunden.

Das macht der Arzt

Je nach Lokalisation ertastet oder sieht der Arzt die Endometrioseherde bereits bei der gynäkologischen Untersuchung. Auch der Ultraschall zeigt vorhandene Endometriosezysten an den Eierstöcken. Eine sichere Diagnose wird allerdings erst per Bauchspiegelung (Laparoskopie) gestellt. Mit diesem Eingriff sucht der Arzt den Bauchraum nach weiteren Herden ab und beurteilt deren Ausmaß und Aktivität. Wenn möglich, werden die Herde auch gleich entfernt und anschließend feingeweblich untersucht, um bösartige Erkrankungen auszuschließen.

Operation oder Medikamente?

Die Behandlung der Endometriose richtet sich prinzipiell nach dem Ausmaß der Beschwerden und dem Alter der Patientin. Folgende Maßnahmen kommen dabei, einzeln oder nacheinander, in Betracht:

  • Die „Pille“ bewirkt, dass die Hormonproduktion in den Eierstöcken gesenkt und der Anreiz zum Aufbau der Schleimhaut vermindert wird. Besonders geeignet sind Präparate mit hohem Gestagenanteil (z. B. Marvelon®) oder über 3–6 Monate eingenommene reine Gestagenpräparate (z. B. Dihydrogesteron, Duphaston®). Diese sind insbesondere für Frauen ohne Kinderwunsch geeignet.
  • Andere Medikamente wie Danazol Ratiopharm® oder GnRH-Agonisten (GnRH-Analoga, z. B. Enantone-Gyn®) vermindern den Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone (und heißen deshalb auch Antiöstrogene), dürfen aber nur für eine begrenzte Zeit eingenommen werden. Es treten Nebenwirkungen auf, die den Beschwerden in den Wechseljahren ähneln; bei Danazol Ratiopharm® kommt noch die männliche Hormonwirkung dazu (tiefer werdende Stimme, Bartwuchs, Akne).
  • Bei älteren Frauen und geringen Symptomen werden Medikamente zur Schmerzlinderung eingesetzt und das Nachlassen der Beschwerden mit Beginn der Wechseljahre abgewartet.
  • Jungen Patientinnen mit bestehendem Kinderwunsch und starken Beschwerden rät der Arzt zu einer operativen Verödung oder Entfernung der Herde. Dabei muss der Arzt schonend vorgehen, um keine Organe zu schädigen.

Prognose

Solange die Eierstöcke noch Hormone produzieren, ist das Risiko eines Wiederauftretens von Endometriose relativ hoch. Besonders nach dem Absetzen einer medikamentösen Behandlung entstehen oft neue Herde. Die besten Heilungschancen hat eine leichtgradige Endometriose, die operativ entfernt wurde. Mit den Wechseljahren verschwinden die Beschwerden in der Regel von selbst.

Selbsthilfe

Endometrioseschmerzen können sehr heftig und quälend sein. Die meisten Frauen begeben sich deshalb über kurz oder lang in Behandlung. Entspannungstechniken haben nur begrenzten Wert, können aber genauso wie regelmäßige körperliche Bewegung die Schmerzwahrnehmung senken. Treiben Sie daher viel Sport, am besten ein Ausdauertraining wie Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Walking.

Komplementärmedizin

Die komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten entsprechen denen bei Menstruationsschmerzen.

Weiterführende Informationen

  • www.endometriose.de – Internetseite des Europäischen Endometriose Informations-Centers (EEIC, Aachen): Fundierte Fachinformationen mit Informationsbroschüre zum Herunterladen (Rubrik Info-Materialien).
  • www.endometriose-vereinigung.de – Internetseite der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V., Leipzig: Fachinformationen mit Beratungsmöglichkeit, Links zu Selbsthilfegruppen und Veranstaltungskalender.
  • M. Sillem: Endometriose: gutartig, aber gemein. Trias, 2003. Informativer Ratgeber zur Endometriose, der auf alle Fragen eingeht.
  • E. Becherer; A. Schindler (Hrsg.): Endometriose. Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige. Kohlhammer, 2002. Verständlich geschriebener Ratgeber, der auch die psychologischen Aspekte der Erkrankung berücksichtigt, mit vielen praktischen Tipps für ein Leben mit Endometriose.

Feigwarzen

Feigwarzen (Condylomata acuminata, spitze Kondylome, Genitalwarzen, HPV-Infektion): Spitze, hahnenkammartige Wucherungen nach Infektion mit dem Humanen Papillom Virus (HPV). Feigwarzen kommen zunehmend häufig vor; in den westlichen Ländern sind 0,1–1,0 % der Bevölkerung betroffen. Die 15- bis 30-Jährigen stecken sich am häufigsten an, doch viele davon erkranken nicht sichtbar. Da die Viren hauptsächlich durch Haut- und Schleimhautkontakte beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, zählen Feigwarzen zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Eine Behandlung ist nur symptomatisch möglich, d. h. die Warzen können entfernt werden, nicht aber die Viren als deren Ursache. Rückfälle (Rezidive) sind daher häufig.

Leitbeschwerden

  • Hahnenkammartige, weißlich-graue, spitze Warzen im äußeren Geschlechtsorgan- und Analbereich
  • Nässegefühl
  • Juckreiz oder Brennen.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Fühl- oder sichtbare Warzen im Geschlechtsorgan- oder Analbereich auftreten
  • Es im Geschlechtsorgan- oder Analbereich juckt oder brennt
  • Es zu Blutungen unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr kommt
  • Feigwarzen beim Partner diagnostiziert wurden.

Die Erkrankung

HPV ist ein Virus, von dem man etwa 90 verschiedene Typen kennt. Die Typen HPV 6 und 11 verursachen im äußeren Genitalbereich (Schamlippen und Scheideneingang) und Analbereich Feigwarzen. Infektionen sind auch an den inneren Genitalorganen bekannt, sehen dann aber anders aus: Insbesondere am Muttermund werden nach HPV-Infektion flache Kondylome beobachtet.

Die Viren werden von Mensch zu Mensch, vorwiegend beim Geschlechtsverkehr, übertragen. Selten wird das Virus auch als Schmierinfektion über infizierte Handtücher weitergegeben. Anschließend dauert es Wochen bis Monate, bis es zu Krankheitsanzeichen kommt. In vielen Fällen bleiben sie ganz aus oder treten nur bei verminderter Immunabwehr auf. Feigwarzen an sich sind gutartig, kommen aber häufig zusammen mit Zellveränderungen vor, die Vorstufen zu bösartigen Tumoren der Geschlechtsorgane, insbesondere für Gebärmutterhalskrebs, sein können.

Das macht der Arzt

Aufgrund ihres typischen Aussehens sind Feigwarzen leicht zu erkennen, kleine Herde im Scheideninneren entdeckt der Arzt durch die Scheidenspiegelung. Flache Kondylome sind nach Betupfen mit niedrig konzentrierter Essigsäure besser sichtbar. Die sicherste Diagnose ist der Nachweis von Virus-DNS im Labor, für den unter örtlicher Betäubung eine kleine Gewebeprobe mit einer speziellen Zange entnommen wird (Knipsbiopsie). Am Muttermund erfolgt die Knipsbiopsie in der Regel sogar ohne Betäubung.

Einzelne kleine Feigwarzen werden durch einmal wöchentliches Auftupfen einer Lösung (Podophyllin) vom Arzt behandelt, bis sie verschwinden. Da die Substanz aufgrund ihrer Nebenwirkungen nur begrenzt verwendet werden darf, eignet sie sich nicht zur Langzeitbehandlung oder für ausgedehnt befallene Flächen. Auch sind bei etwa 60 % der Patientinnen Rückfälle zu beobachten. Ein neuer Therapieansatz ist der Immunmodulator Imiquimod (Aldara®), der das Immunsystem stärkt, sodass der Körper selbst den Virus eindämmt. Aldara® wird ebenfall lokal aufgetragen. Seit Kurzem ist zudem eine wirksame Salbe aus Grünem Teeextrakt (Veregen®) auf dem Markt. Zwei internationale Studien zeigen, dass sie die Rückfallrate auf unter zehn Prozent senkt und das Abheilen fördert – bei 50 Prozent der Patentinnen verschwanden die Feigwarzen vollständig. Die Salbe aus Grünem Teeextrakt eignet sich zur äußeren Anwendung bei schwachem und starkem Befall.

Auch wirksam und insbesondere für stärkeren Befall geeignet ist ein operativer Eingriff, bei dem die Feigwarzen unter örtlicher Betäubung mit Elektrokoagulation (elektrische Verkochung) oder mittels Laser abgetragen werden. Es besteht jedoch ein höheres Rückfallrisiko. Um Rückfälle frühzeitig zu entdecken, sollten Betroffene noch mehrere Jahre nach der Behandlung regelmäßig zur Kontrolle gehen.

Der Partner muss mituntersucht und gegebenenfalls mitbehandelt werden, um Ping-Pong-Ansteckungen zu vermeiden.

Vorsorge

  • Für junge Frauen steht die HPV-Schutzimpfung zur Verfügung.
  • Verwenden Sie Kondome, sie bieten allerdings keinen 100%igen Schutz, da Feigwarzen extrem ansteckend sind.
  • Benutzen Sie keine gemeinsamen Handtücher und Waschlappen.
  • In den USA ist die HPV-Impfung auch für Jungen zugelassen. Die Impfung schützt junge Männer nicht nur vor Feigwarzen, sondern auch vor HPV-assoziierten Erkrankungen wie Peniskrebs oder Tumoren in der Analregion.

Funktionelle Eierstockzysten

Funktionelle Eierstockzysten (Funktionelle Ovarialzysten): Hormonell beeinflusste, flüssigkeits- oder blutgefüllte kleine Hohlräume in den Eierstöcken. Ursache sind meist nicht gesprungene Eibläschen (Follikelzyste, auch Bläschenzyste genannt) oder Gelbkörper (Gelbkörperzyste oder Corpus luteum-Zyste),

Abzugrenzen sind die Zysten der Polyzystischen Ovarien (PCO).

Leitbeschwerden

  • Follikelzysten: Meist keine Beschwerden, selten periodenähnliche Unterbauchschmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken und nach 1–2 Tagen von selbst abklingen
  • Gelbkörperzysten: Häufig plötzliche, einseitige Unterbauchschmerzen, eventuell auch Schmierblutungen oder Ausbleiben der Monatsblutung.

Die Erkrankung

Eierstockzysten sind immer gutartig und werden vor den Wechseljahren nur dann behandelt, wenn sie Beschwerden verursachen. Häufig bilden sie sich von selbst zurück. Zysten in oder nach den Wechseljahren können mit Eierstockkrebs verwechselt werden und werden daher operativ entfernt.

Follikelzysten entwickeln sich häufig in Zeiten hormoneller Umstellung, wie in der Pubertät oder den Wechseljahren. Reift während des monatlichen Zyklus ein Ei heran, das dann aber nicht durch den Eisprung freigegeben wird, bleibt der Follikel (Eibläschen) bestehen und produziert weiterhin Flüssigkeit und manchmal auch Hormone. Durch die Flüssigkeit bildet sich eine Blase (= Zyste), die so lange bestehen bleibt, bis die Follikelzyste sich nach 1–2 Monaten von selbst wieder zurückbildet oder platzt.

Eine Gelbkörperzyste entsteht, wenn der Follikel nach erfolgtem Eisprung blutet und sich das Blut in einer Blase sammelt. Gelbkörperzysten bilden sich in der Regel spontan zurück.

Das macht der Arzt

Entscheidend für die Diagnosesicherung ist der sorgfältige Vaginalultraschall zur Klärung von Anzahl, Größe und Beschaffenheit der Eierstockzysten. Damit schließt der Arzt sowohl einen bösartigen Tumor als auch eine Eileiterschwangerschaft aus. Bestehen nur leichte Beschwerden, wird die Rückbildung der Zyste abgewartet, eventuell verschreibt der Arzt ein Gestagenpräparat. Dreht sich die Eierstockzyste um ihren Stiel oder wird sie eingeklemmt, kommt es zu starken Beschwerden. Der Arzt führt dann in der Klinik eine Bauchspiegelung durch und entfernt die Zyste.

Selbsthilfe

Körperliche Schonung. Achten Sie auf körperliche Schonung und lindern Sie leichte Schmerzen mit Wärme (z. B. Wärmflasche, heißes Kirschkern- oder Dinkelsäckchen auflegen) oder Schmerzmitteln vom NSAR-Typ.

Komplementärmedizin

Homöopathie. Homöopathisch kann Apis in niedriger Potenz versucht werden, bei einer Neigung zu Zysten ist eine individuell abgestimmte homöopathische Konstitutionstherapie empfehlenswert.

Auflagen mit Heilerde. 2–3 Esslöffel Heilerde in warmem Wasser angerührt ergibt einen Heilerdebrei, der direkt auf den Unterbauch gestrichen wird. Anschließend wird ein Baumwolltuch darübergelegt. Die Heilerdeauflage sollte eine halbe Stunde einwirken. Empfohlen wird, die Anwendung täglich über vier Wochen durchzuführen.

Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom, Kollumkarzinom): Bösartiger Tumor des Gebärmutterhalses; wird heute dank verbesserter Früherkennungsmaßnahmen oft in noch gutartigen Vorstufen entfernt, sodass in Deutschland „nur“ noch etwa jede 50. Frau an Gebärmutterhalskrebs erkrankt. Der Altersgipfel für diese Krebsform liegt zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, für die meist bei der Früherkennung entdeckte Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses (Carcinoma in situ) zwischen dem 25. bis 40. Lebensjahr. Die Prognose ist im Vergleich zu anderen Krebsarten gut, die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt etwa 90 %.

Leitbeschwerden

  • Blutung unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr
  • Scheidenblutung außerhalb der Menstruation
  • Blutig-eitriger oder fleischfarbener Ausfluss.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Der Gebärmutterhalskrebs ist gut erforscht und gilt als einer der bösartigen Tumoren, die infolge von früheren Infektionen entstehen. Aus Hauptverdächtiger gilt der Humane Papillom Virus (HPV)Typ 16 und 18. Diese Annahme wird durch die Erfahrung bestätigt, dass lebenslang sexuell inaktive Frauen, wie z. B. Nonnen, seltener an Gebärmutterhalskrebs erkranken. Weitere Risikofaktoren sind früher Geschlechtsverkehr, häufig wechselnde Geschlechtspartner, schlechte Sexualhygiene und Rauchen.

Der Gebärmutterhalskrebs wächst im unteren Abschnitt der Gebärmutter, typischerweise in der Nähe des Muttermunds. Er entwickelt sich über mehrere Vorstufen, die dank der jährlichen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung (Gebärmutterhalsabstrich) leicht erkannt werden können.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Ein Gebärmutterhalskrebs mit Sitz weit unten am Muttermund ist möglicherweise bereits in der gynäkologischen Untersuchung sichtbar, sehr häufig jedoch tastbar. Häufiger erbringt jedoch der Zellabstrich im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung den Befund von Krebszellen (Pap-Stadium IV oder V). Zur Sicherung der Diagnose entnimmt der Arzt unter örtlicher Betäubung aus dem betroffenen Areal mit einer feinen Zange eine Gewebeprobe (Biopsie) und lässt diese feingeweblich im Labor untersuchen. Eine Alternative ist die Konisation, bei der ein kegelförmiges Stück des Muttermunds in Vollnarkose ausgeschnitten wird. Dabei sollte möglichst gleich das gesamte befallene Areal entfernt werden. Somit dient die Konisation bei kleinen Tumoren nicht nur der Diagnose, sondern bereits der Behandlung. In der Regel folgt im Anschluss an die Konisation eine Ausschabung, um auch weiter oben im Gebärmutterhals sitzende Krebszellen mit zu entfernen. Eine Konisation ist normalerweise komplikationslos; es kann jedoch zwischen dem 6. und 10. Tag nach dem Eingriff zu Nachblutungen durch Ablösen der Wundkruste kommen.

Therapie. Wurde bei der Konisation nicht der ganze Krebs entfernt, werden Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals komplett entfernt (Gebärmutterentfernung), es sei denn, es besteht noch ein Kinderwunsch.

Manche Autoren empfehlen Frauen nach Abschluss der Familienplanung in jedem Fall die Gebärmutterentfernung, auch wenn durch die Konisation der Krebs vollständig entfernt wurde.

Auch wenn die Gebärmutterentfernung durch die Scheide (vaginale Operation) möglich ist, erfolgt sie beim Gebärmutterhalskrebs über einen Bauchschnitt (Laparotomie), da so das OP-Gebiet besser eingesehen wird. Bei der erweiterten Gebärmutterentfernung (Radikaloperationnach Wertheim-Meigs) werden in einer offenen Operation neben der kompletten Gebärmutter auch das umliegende Bindegewebe, das obere Drittel der Scheide sowie die zum Abflussgebiet gehörenden Lymphknoten entfernt.

Hat sich der Tumor so weit ausgedehnt, dass in der Operation nicht das gesamte bösartige Gewebe entfernt werden kann, ist eine anschließende Strahlentherapie nötig. Diese erfolgt – je nachdem, wo das restliche Tumorgewebe sitzt – durch die Haut oder die Scheide hindurch als Kontaktbestrahlung. Dabei wird ein z. B. mit radioaktivem Iridium gefülltes Röhrchen in den Scheidenstumpf eingelegt, sodass weniger gesundes Gewebe den Strahlen ausgesetzt ist. Für eine Kontaktbestrahlung ist ein kurzer Krankenhausaufenthalt von wenigen Tagen erforderlich. Sie kann allerdings nicht durchgeführt werden, wenn das umliegende Gewebe durch die Krebserkrankung oder durch frühere Operationen schon stark beschädigt ist.

Viele Patientinnen, die eine Bestrahlung bekommen, leiden danach an Durchfall. Laut einer Studie lässt sich das vermeiden, wenn die Frauen während der Behandlung Selen als Natriumsalz  einnehmen: Dank dieser Nahrungsergänzung hatten nur 21 Prozent der behandelten Frauen mit Durchfall zu kämpfen im Vergleich zu 45 Prozent der Frauen, die kein Selen erhalten hatten. So verringerte Selen strahlungsbedingte Beschwerden, ohne -den Nutzen der Bestrahlung zu beeinträchtigen.

Die Nachsorgeuntersuchungen finden in den ersten 3–5 Jahren vierteljährlich statt und umfassen die komplette gynäkologische Vorsorge (Tastuntersuchung) sowie die Gewichtskontrolle.

Früherkennung und Vorsorge

Die gesetzlichen Leistungen zur Gebärmutter[hals]krebsfrüherkennung bestehen im jährlichen Gebärmutterhalsabstrich (Pap-Abstrich) ab einem Alter von 20 Jahren. Ihr Nutzen ist allerdings neuerdings umstritten, viele Experten fordern, den Pap-Abstrich durch den präziseren HPV-Test zu ersetzen:

HPV-Test. Dieser derzeit nur zur weiterführenden Diagnostik von den Kassen finanzierte Bluttest weist Spuren der krebsauslösenden Humane Papillom Viren nach, die die zentrale Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses spielen. Der HPV-Test wird auch als Krebsfrüherkennungstest von immer mehr Experten favorisiert, die Kassen erstatten die Kosten derzeit aber nur zur weiteren Abklärung eines Gebärmutterhalsabstrichs mit erhöhter Pap-Klasse.

Der Test unterscheidet nicht, ob „nur“ eine Infektion vorliegt, die vielleicht sogar von selbst wieder verschwindet, oder ob das Virus sich chronisch festgesetzt und schon Zellveränderungen ausgelöst hat (um diese festzustellen, ist ein Gebärmutterhalsabstrich notwendig). Ein positiver Test muss deshalb nach einem Jahr wiederholt werden – eine lange Wartezeit für die Betroffenen. Und selbst nach einem Jahr bleiben viele Befunde positiv, aber es kommt nie zu Zellveränderungen (Dysplasien) oder einem Krebs.

Der Test hat aber auch Vorteile: Ist er negativ, so gibt das eine große Sicherheit. Nach einer Studie haben Frauen, bei denen sowohl der Gebärmutterhalsabstrich als auch der HPV-Test negativ sind, ein Risiko von weniger als 1 %, innerhalb von fünf Jahren eine schwerwiegende Dysplasie zu entwickeln .

HPV-Impfung. Vielversprechend und inzwischen verfügbar ist die Impfung gegen HPV. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Mädchen zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr. Die Impfung ist nur dann optimal wirksam, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. 

Es gibt Hinweise darauf, dass auch Frauen (jeden Alters) nach dem ersten Geschlechtsverkehr von der Impfung profitieren. Aufgrund der spärlichen Daten gibt es aber derzeit noch keine allgemeinen Empfehlungen in Deutschland. Einzig die Impfkommission des Landes Sachsen (SIKO) hat ihre Empfehlung für die HPV-Impfung auf Frauen bis zum 26. Lebensjahr erweitert.

Es sind verschiedene Impfstoffe auf dem Markt. Sie alle bieten keinen 100%igen Schutz. Die Impfstoffe schützen vor zwei (Cervarix®) bis vier (Gardasil®/Silgard®) HPV-Typen, die zusammen etwa 75 % aller Gebärmutterhalskrebse ausmachen (gegen die übrigen 25 % sind sie unwirksam). 2016 kam mit Gardasil 9® ein Impfstoff hinzu, der sich gegen neun HPV-Typen richtet und einen Impfschutz gegen etwa 90 % aller Gebärmutterhalskrebse bieten soll. In einer großen Vergleichsstudie erwies sich die Schutzwirkung des 9fach-Impfstoffs gegenüber allen Gebärmutterhalskrebsformen aber als gleich hoch wie die Wirkung der 4fach-Impfstoffe.

In sehr seltenen Fällen tritt Gebärmutterhalskrebs auch unabhängig von einer HPV-Infektion auf. Außerdem weiß man bislang nicht, wie lange der Impfschutz anhält, wann und ob eine Auffrischimpfung notwendig ist. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine Auffrischimpfung nach 5–13 Monaten, bei Impfbeginn nach dem 16. Lebensjahr insgesamt drei Impfdosen (0, 1–2  und 6 Monate)

Zur Diskussion steht, ob eine HPV-Impfung bei bestehender Krebsvorstufe (Präkanzerose) therapeutisch einsetzbar ist. In einer Studie bewirkte der Impfstoff VGX-3100 bei knapp 50% der geimpften Frauen einen Rückgang der Gewebeschäden am Gebärmutterhals – im Vergleich zu einer Spontanremissionsrate von 30% bei nicht-geimpften Frauen. [Quelle]

Selbsthilfe

Keine andere Erkrankung berührt so sehr die Intimität, das Selbstverständnis und das Körpergefühl der Frau wie eine Krebserkrankung der Gebärmutter oder der Verlust von Gebärmutter und Eierstöcken. Häufige Folge sind Probleme und Befangenheit im Umgang mit Sexualität, über Angst vor Berührungen des Partners bis zur dauerhaften Abneigung gegen Geschlechtsverkehr. Dies alles wiederum verschlechtert das Selbstwertgefühl, was das entspannte, lustvolle Erleben von Sexualität erneut blockiert: ein Teufelskreis. Und ein heikles Thema, über das mit dem Partner oft nicht gesprochen und das auch von den Ärzten zu selten angesprochen wird. Versuchen Sie Ihre Probleme mit der „neuen“ Sexualität nicht zu verschweigen und nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch. Die Schwierigkeiten haben nämlich keineswegs nur psychische Ursachen. Typische Folgen der Operation, Bestrahlungsbehandlung und Lymphknotenentfernung in der Beckenregion sind die Verengung und Vernarbung des Scheideneingangs und eine nur noch eingeschränkte Befeuchtung (Lubrikation). Dies kann vor allem in der Anfangszeit zu starken Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.

Folgende Tipps helfen Ihnen vielleicht, die Beschwerden zumindest etwas zu lindern:

´Scheideninfektionen.Das Scheidengewebe ist nach der Bestrahlung anfällig für Infektionen. Waschen Sie das äußere Geschlechtsorgan deswegen vorbeugend mit milder Seife oder speziellen Waschlotionen, aber übertreiben Sie es nicht mit der Intimhygiene. Scheidenspülungen werden von den meisten Experten nicht mehr empfohlen, können im Einzelfall aber sinnvoll sein und gut tun. Von Intimdeos ist generell abzuraten, da sie in der Regel Alkohol enthalten und die Schleimhäute strapazieren. Kalte Kompressen und kühle Sitzbäder lindern eventuell noch vorhandenes Wundgefühl. Tragen Sie lockere, kochfeste und saugfähige Unterwäsche aus Baumwolle.

Scheidentrockenheit. Gleitcremes und Östrogensalben verbessern Geschmeidigkeit und Feuchtigkeit der Scheide. Vaginaldehner (Dilatoren) sind speziell dazu entwickelt worden, die Scheide nach gynäkologischen Operationen oder Bestrahlungen schonend zu dehnen. Es gibt sie in verschiedenen Formen, Durchmessern und Längen und sogar als Maßanfertigung. Sie werden wie ein Tampon eingeführt, wobei das Einführen mit Gleitcreme erleichtert werden kann. Auch durch vorsichtig praktizierten Geschlechtsverkehr sollte versucht werden, die Dehnbarkeit der Scheide nach und nach zu verbessern. Anfängliche Beschwerden und leichte Blutungen sind in der Regel normal.

Chronische Beinschwellungen. Gegen Wassereinlagerungen in den Beinen (Lymphödeme) helfen Lymphdrainage, Kompressionsstrümpfe und -strumpfhosen. Gehen Sie viel schwimmen. Dies wirkt wie eine Art Lymphdrainage und ist eine optimale Vorbeugung gegen Ödeme. Versuchen Sie das Tragen von schweren Lasten zu vermeiden und sehen Sie von zu heißen und langen Fuß- und Vollbädern sowie zu langen Sonnenaufenthalten ab. Eine Faustregel: Lieber laufen und liegen statt sitzen und stehen.

Entzündungen der Harnblase und des Darms, Harninkontinenz. Als Folge der Strahlenbehandlung auftretende Entzündungen der Harnblase und des Darms klingen ärztlich behandelt meist innerhalb weniger Wochen wieder ab. Die nach ausgedehnten Operationen im Beckenbereich häufig vorkommende Harninkontinenz sollte vom Urologen abgeklärt und behandelt werden. Zur Vorbeugung einer Harninkontinenz hat sich regelmäßig durchgeführtes Beckenbodentraining als sehr effektiv erwiesen.

Wechseljahrsbeschwerden. Bei einer Eierstockentfernung oder dem dauerhaften Ausfall der Eierstockfunktion als Folge der Bestrahlung kommt es zu typischen Wechseljahrsbeschwerden, die entsprechend behandelt werden können.

Komplementärmedizin

Ausführliche Übersicht zu komplementärmedizinschen Krebstherapien

Weiterführende Informationen

  • www.leitlinien.net – Interdisziplinäre Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Gebärmutterhalskrebses der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.
  • www.krebsinformation.de – Internetseite des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg: Ausführliche Fachinformationen zum Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs, Beratungsmöglichkeit und weiterführende Links.
  • www.krebs-bei-frauen-genitaltumoren.de – Von Betroffenen erstellte, private Internetseite zum Thema Selbsthilfe bei Genitaltumoren (Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs etc.). Patientinnen profitieren vor allem von ausführlichen Erfahrungsberichten, aber auch von Tipps zu Kuren und Rehabilitation, Informationen zur Nachsorge und den kommentierten Buchempfehlungen.
  • Deutsche Krebshilfe e. V. (Hrsg.): Gebärmutter- und Eierstockkrebs. Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die blauen Ratgeber, 2005. Broschüre zum Bestellen und Herunterladen: www.krebshilfe.de Sehr kompakt und verständlich aufbereitetes Fachwissen.

Gebärmutterkrebs

Gebärmutterkrebs (Gebärmutterkörperkrebs, Gebärmutterhöhlenkrebs, Uteruskarzinom, Endometriumkarzinom, Corpuskarzinom, Gebärmutterschleimhautkrebs): Bösartiger Tumor des Gebärmutterkörpers, an dem in Deutschland etwa jede 80. Frau erkrankt. Meist tritt er im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auf. Die Prognose hängt stark von der Ausdehnung und vom feingeweblichen Typ ab, die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate beträgt etwa 85 %; hat der Krebs bereits den Gebärmutterhals erreicht, sinkt sie auf etwa 50 %.

Leitbeschwerden

  • Blutung aus der Scheide nach den Wechseljahren
  • Zwischenblutungen oder Dauerblutungen bei Frauen über 35 Jahren
  • Blutig-eitriger oder fleischfarbener und übel riechender Ausfluss
  • Blut im Urin
  • Gewichtsverlust.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten zwei Tagen, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Der Gebärmutterkrebs entwickelt sich zu 80 % aus Zellveränderungen in der Gebärmutterschleimhaut. Warum er entsteht, ist bislang ungeklärt, mehrere Risikofaktoren sind jedoch bekannt:

  • Wenn Frauen bereits an Brust- oder Darmkrebs erkrankt oder bei Verwandten ersten Grades Fälle von Brust- oder Darmkrebs vorgekommen sind.
  • Bei Frauen mit Bluthochdruck, erhöhten Blutzuckerwerten oder Übergewicht.
  • Ebenfalls betroffen sind Frauen, die während der Wechseljahre reine Östrogenpräparate (ohne Gestagen) über Jahre eingenommen haben. Dafür ist folgender Mechanismus verantwortlich: Normalerweise sorgt Gestagen für eine Auflockerung der Schleimhaut, damit sich das Ei besser einnisten kann. Bleibt dieser „Gegenspieler“ weg, wird die Schleimhaut ständig stimuliert, und es droht eine Entartung der Zellen.

Das macht der Arzt

Mit dem Vaginalultraschall stellt der Arzt Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder das Einwachsen eines Tumors in die Gebärmuttermuskulatur fest. Bei unregelmäßigen und abnormen Blutungen oder verdächtigen Schleimhautbereichen führt der Arzt eine Ausschabung durch, um Schleimhautgewebe für die feingewebliche und damit definitive Diagnose zu gewinnen. Größere Tumoren der Gebärmutter lassen sich manchmal auch durch den Enddarm ertasten. 

Die Behandlung des Gebärmutterkrebses besteht in erster Linie in einer Operation. Über einen Bauchschnitt werden Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke, die oberen Teile der Scheide sowie die Lymphknoten im kleinen Becken entfernt. Um Erkrankungsrückfälle am verbleibenden Scheidenrest zu verhindern, wird häufig eine Bestrahlung an die Operation angeschlossen. Liegen bereits Metastasen in anderen Organen vor, wird untersucht, ob diese empfindlich auf Hormone reagieren. Wenn ja, kann vor den Wechseljahren eine medikamentöse Behandlung mit GnRH-Analoga die Metastasen bekämpfen. Eine Chemotherapie hat beim Gebärmutterkörperkrebs nur selten Erfolg.

Viele Patientinnen, die eine Bestrahlung bekommen, leiden danach an Durchfall. Laut einer Studie lässt sich das vermeiden, wenn die Frauen während der Behandlung Selen als Natriumsalz  einnehmen: Dank dieser Nahrungsergänzung hatten nur 21 Prozent der behandelten Frauen mit Durchfall zu kämpfen im Vergleich zu 45 Prozent der Frauen, die kein Selen erhalten hatten. So verringerte Selen strahlungsbedingte Beschwerden, ohne -den Nutzen der Bestrahlung zu beeinträchtigen.

Für die Nachsorge und Selbsthilfe gelten die gleichen Empfehlungen wie bei Gebärmutterhalskrebs.

Komplementärmedizin

Ausführliche Übersicht zu komplementärmedizinschen Krebstherapien

Gebärmutterpolypen

Gebärmutterpolypen Zervixpolypen bei Befall des Gebärmutterhalses, Corpuspolypen bei Befall des Gebärmutterköpers): Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie können in jedem Alter, bevorzugt aber zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr, auftreten. Wenn sie entdeckt werden, werden sie auch entfernt, schon um eine Verwechslung mit einem polypförmig wachsenden Krebs auszuschließen.

Leitbeschwerden

  • Schmierblutungen außerhalb der normalen Monatsblutungen, nach dem Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren
  • Die Monatsblutung ist plötzlich sehr schmerzhaft, nachdem sie jahrelang keine Beschwerden verursacht hat.
  • Kolikartige Unterbauchschmerzen
  • Druckgefühl und geschwollener Unterbauch
  • Vermehrter Ausfluss.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn die oben genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Gebärmutterpolypen können sich an vielen Stellen entwickeln und sowohl fest in der Gebärmutterwand sitzen als auch mit einem unterschiedlich langen Stiel in das Innere der Gebärmutter hinein- oder sogar aus dem Muttermund herausragen. In letzterem Fall kommt es zu vermehrtem Ausfluss oder Blutungen aus der Scheide nach dem Geschlechtsverkehr.

Das macht der Arzt

Je nach Lokalisation ertastet der Arzt die Gebärmutterpolypen bei der gynäkologischen Untersuchung oder sieht sie im Ultraschall. Sitzen sie sehr weit oben in der Gebärmutter, führt der Arzt eine Gebärmutterspiegelung durch, die ihm eine gute Beurteilung der Schleimhaut und gegebenenfalls eine sofortige Entfernung der Gebärmutterpolypen erlaubt. Da Polypen nicht immer leicht vom Gebärmutterkrebs zu unterscheiden sind, kombiniert man die Gebärmutterspiegelung mit einer Ausschabung. Dabei wird nach langsamer und vorsichtiger Dehnung des Muttermunds die Schleimhaut der Gebärmutter abgeschabt und anschließend feingeweblich untersucht. Vor allem bei Frauen über 50 besteht bei den im Ultraschall diagnostizierten Korpuspolypen Verwechslungsgefahr mit Gebärmutterkrebs.

Gebärmuttersenkung und Gebärmuttervorfall

Gebärmuttersenkung (Descensus uteri, Uterusprolaps, Genitalprolaps) und Scheidensenkung (Descensus vaginae): Absinken der Gebärmutter durch nachlassende Spannung des Beckenbodens. Sie geht in der Regel mit einer Scheidensenkung sowie einer Lageveränderung von Harnblase und Mastdarm einher.

Die Senkung betrifft zumeist Frauen nach den Wechseljahren mit Übergewicht und kann in verschiedenen Ausprägungen vorliegen; die schwerste Form ist der komplette Gebärmuttervorfall (Totalprolaps, Prolaps uteri et vaginae) durch die umgestülpte Scheide nach außen. Eine erfolgreiche Behandlung ist fast immer möglich, auch im hohen Lebensalter.

Leitbeschwerden

  • Stärker werdendes Druckgefühl nach unten
  • Schmerzen im Bereich von Kreuzbein und Steißbein
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Unwillkürlicher Urinabgang („Harntröpfeln“)
  • Ständiger Harndrang
  • Verstopfung
  • Vermehrter Ausfluss
  • (Leichte) Blutungen durch Druckgeschwüre in der Scheide
  • Im Spätstadium: sicht- und fühlbarer Vorfall von Organen.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen oder Wochen je nach Ausmaß der Beschwerden

Die Erkrankung

Der Beckenboden stützt die inneren Geschlechts- und Harnorgane von unten. Er besteht aus drei übereinanderliegenden Muskelschichten, die in verschiedenen Richtungen verlaufen. Gleichzeitig werden die Organe mit Bändern aus Bindegewebe untereinander und an der seitlichen Beckenwand gehalten. Schwangerschaft und Geburt, häufiges Tragen schwerer Gewichte und Übergewicht belasten das Bindegewebe und die Muskulatur des Beckenbodens. Hinzu kommen bei vielen Frauen eine angeborene Bindegewebeschwäche und Haltungsfehler.

Spätestens nach den Wechseljahren führt dann der nachlassende Einfluss der Geschlechtshormone, was die Elastizität des Bindegewebes weiter vermindert, zur Senkung von Gebärmutter, Scheide, Blase (Zystozele) und/oder Mastdarm (Rektozele). Je nach Schwere der Absenkung kommt der unwillkürliche Harnabgang als sehr belastendes Symptom dazu.

Die Senkung läuft unbehandelt in mehreren Stadien von einer leichten Senkung über den teilweisen bis zum totalen Vorfall ab und entsprechend verstärken sich die Beschwerden: Aufgrund der Verformung der Harnblase wird diese möglicherweise nicht richtig entleert. Der zurückbleibende Restharn stellt ein Reservoir für Bakterien dar, die sich vermehren und Harnwegsinfektionen auslösen.

Da die Scheidenwand durch den Gebärmutterdruck ständig gereizt wird, kommt es zu vermehrtem Ausfluss und Entzündungen. Der teilweise oder vollständige Vorfall der Gebärmutter behindert beim Gehen und Sitzen und führt schnell zu Entzündungen und Geschwüren am Muttermund.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Je nach Ausprägung der Gebärmuttersenkung sieht der Arzt bereits bei der gynäkologischen Untersuchung die zu tief liegenden Organe. Nach der Aufforderung, wie zum Stuhlgang zu pressen, wird auch eine leichte Senkung sichtbar. Eine Vorwölbung des Mastdarms in die Scheide (Rektozele) ist in der rektalen Untersuchung tastbar. Stehen Blasenbeschwerden im Vordergrund, sind eine Blasenspiegelung und weitere urologische Untersuchungen zur Funktion von Füllung und Entleerung der Harnblase notwendig: Harnstrahlmessung, Restharnbestimmung, Blasendruckmessung.

Therapie. Die beginnende Gebärmuttersenkung kann mit einfachen gymnastischen Übungen gut behandelt werden. Bei stärkeren Senkungsbeschwerden kann die Gebärmutter mit speziellen Pessaren aus Hartgummi oder Silikon angehoben werden. Fortgeschrittene Verläufe sind hingegen nur durch operative Eingriffe in den Griff zu bekommen. Bei Patientinnen kurz vor oder in den Wechseljahren wird gleichzeitig eine östrogenhaltige Salbe (z. B. Linoladiol®, OeKolp®) verschrieben, die der Schrumpfung und Austrocknung der Scheide entgegenwirkt.

Als weitere Medikamente sind vor allem Östrogene effektiv (die straffend auf das Bindegewebe wirken), wegen des Krebsrisikos sollen sie aber mit Gestagenen kombiniert werden. Außerdem stehen alle weiteren Medikamente zur Belastungsinkontinenz-Therapie zur Verfügung. Bei ausgeprägten Beschwerden versucht man, Gebärmutter und Scheide operativ anzuheben und zu stabilisieren. Früher wurde häufig auch die Gebärmutterentfernung empfohlen, heutzutage kommen aber immer mehr plastisch-chirurgische Operationsverfahren zum Einsatz, die die Stützfunktion des Beckens z. B. mit Kunststoffnetzen (Biomesh) oder -schlingen verbessern. Eine Besserung der Beschwerden gelingt durch eine Operation fast immer, in etwa 20 % ist aber der Erfolg nur vorübergehend, sodass ein zweites Mal operiert werden muss.

Selbsthilfe

  • Leichte Senkungsbeschwerden werden mit dem Beckenbodentraining behandelt. Regelmäßig und richtig durchgeführt verhindert es ein weiteres Fortschreiten der Senkung.
  • Einen ähnlichen Effekt hat die Elektrostimulation der Beckenbodenmuskulatur. Durch elektrische Impulse wird die Beckenbodenmuskulatur zum Zusammenziehen gereizt und dabei gestärkt.
  • Seien Sie vorsichtig mit Bauchmuskeltraining, denn dies verstärkt den Druck auf den Beckenboden.
  • Vermeiden Sie langes Stehen und das Tragen schwerer Lasten.
  • Wenn Sie übergewichtig sind, versuchen Sie, durch ausgewogene Ernährung und viel Bewegung Ihr Gewicht zu reduzieren.

Vorsorge

  • Wenn Sie schwanger sind, heben Sie insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft und im Wochenbett keine schweren Lasten.
  • Führen Sie nach jeder Geburt konsequent die Rückbildungsgymnastik durch.
  • Und, so schwer es fällt, versuchen Sie bei Übergewicht langsam und dauerhaft abzunehmen.

Weiterführende Informationen

  • www.ag-beckenboden.de – Arbeitsgemeinschaft Beckenboden im Deutschen Grünen Kreuz e. V., Marburg: Patienteninformation über Aufbau und Funktion des Beckenbodens mit Fokus auf den verschiedenen Formen der Harninkontinenz und ihren Therapien.
  • www.inkontinenz-selbsthilfe.com – Internetseite des Inkontinenz Selbsthilfe e. V., Pohlheim. Die Seite (die umfassend zum Thema Inkontinenz informiert) ist für Patientinnen mit Gebärmuttersenkung oder einem Gebärmuttervorfall vor allem wegen der verständlichen Rubrik zum Thema Beckenbodentraining hilfreich.
  • H. Höfler: Beckenbodengymnastik. 140 Übungen für Sie und Ihn. Blv, 2005. Elf verständlich geschriebene Übungsprogramme mit dazugehörigen Fotos und anatomischen Abbildungen zum Beckenboden.
  • A. E. Röcker: Beckenboden-Training. 50 Übungskarten zur Stärkung und Entspannung. Hugendubel, 2006. Kartenset mit Illustrationen und Übungsbeschreibungen, die man problemlos überallhin mitnehmen kann.

Genitale Chlamydieninfektion

Genitale Chlamydieninfektion (nicht-gonorrhoische Zervizitis, Chlamydien-Vaginitis oder -Zervizitis): Eitrige Infektion der Schleimhäute des Geschlechtstrakts und der Harnröhre, ausgelöst durch das Bakterium Chlamydia trachomatis Typ D-K; Tendenz zur Chronifizierung, bei Frauen als chronische Adnexitis mit Befall von Eierstöcken und Eileitern.

Derzeit die häufigste Geschlechtskrankheit der westlichen Welt, 5 % aller Frauen und 3 % der Schwangeren sind infiziert, sexuell früh aktive Frauen und Frauen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern sogar bis zu 20 %. In Deutschland kommt es pro Jahr zu etwa 300.000 Neuinfektionen.

Unbehandelt sind nicht selten chronische Unterleibsbeschwerden und Unfruchtbarkeit die Folge.

Leitbeschwerden

Akute Infektion:

  • Schleimig-eitriger Ausfluss
  • Evtl. Schmerzen beim Wasserlassen.

Chronische Infektion:

  • Ziehen im Unterbauch
  • Schmerzen im Rücken
  • bei Frauen: verlängerte Regelblutung, eventuell auch Zwischenblutungen
  • bei Frauen: Unfruchtbarkeit.

Die Erkrankung

Chlamydien sind eine besondere Art von Bakterien, da sie – ähnlich den Viren – nur in Wirtszellen überleben. Sie sind für eine Vielzahl von Infektionen verantwortlich, so für Bindehautentzündungen der Augen, Lungenentzündungen, das Lymphogranuloma inguinale und eben auch für die heute häufigste Geschlechtskrankheit, die genitale Chlamydieninfektion. Sie macht sich bei Frauen als akute Adnexitis bemerkbar; da die Leitbeschwerden aber besonders bei Frauen nicht sehr stark sind, unterbleibt oft die Behandlung.

Der Preis dafür ist hoch: Die Chlamydien breiten sich über Wochen und Monate im Becken aus und besiedeln die Eileiter und die Eierstöcke – oft sind jahre- bis jahrzehntelange chronische Unterleibsbeschwerden im Rahmen einer chronischen Adnexitis die Folge. Kommt eine Schwangerschaft zustande, sind Komplikationen wie eine Eileiterschwangerschaft und Frühgeburten häufig, und selbst bei einer „normalen“ Schwangerschaft sind in 30 % der Fälle Augen und die Lungen des Neugeborenen durch Keimübertragung in der Scheide infiziert.

Bei Männern verlaufen nur etwa 50 Prozent der Chlamydien-Infektionen mit Beschwerden in Form von Schmerzen beim Wasserlassen. Unbehandelt drohen eine Prostata- und/oder Nebenhodenentzündung. Eine weitere vor allem Männer bedrohende Komplikation ist eine reaktive Arthritis in verschiedenen Gelenken sowie Sehnenscheidenentzündungen.

Das macht der Arzt

Der Nachweis einer Chlamydieninfektion ist aufwendig und gelingt auch nicht immer. Als Schnelltest steht ein immunologischer Bluttest (Antigentest) zur Verfügung. Bestätigt dieser den Verdacht, stehen zum definitiven Nachweis immunologische Untersuchungen (z. B. die Immunfluoreszenz) zur Verfügung. Benötigt wird dazu Abstrichmaterial vom Geschlechtsorgan, aus dem im Labor Erreger-DNS isoliert und mit gentechnischen Verfahren wie der PCR vermehrt wird. Die Anzucht des Erregers selbst kann in speziellen Zellkulturen von Abstrichmaterial (auch aus Urin) versucht werden. Der Nachweis von Antikörpern gegen Chlamydia trachomatis im Blut ist ebenfalls möglich. Der Test kann allerdings nicht zwischen aktueller und bereits ausgeheilter Infektion unterscheiden und ist daher in der Regel von begrenztem Wert. Als Suchtest wird bei allen Frauen unter 25 Jahren ein Abstrich aus dem Muttermund, bzw. ab 2009 der Urin auf Chlamydien untersucht.

Die Therapie erfolgt mit Antibiotika über 10–14 Tage z. B. mit Tetrazyklin oder Doxycyclin. Der Partner muss mitbehandelt werden.

Vorsorge

Da Chlamydien außerordentlich ansteckend sind, bieten auch Kondome nur begrenzten Schutz. Trotzdem sind sie besser als ungeschützter Verkehr. Nach Abschluss der Therapie sollte der Behandlungserfolg durch erneute Testung aller Sexualpartner nachgewiesen werden.

Schwangere werden routinemäßig zu Beginn der Schwangerschaft auf Chlamydien untersucht und im Fall einer Infektion ab der 14. Schwangerschaftswoche antibiotisch behandelt.

Gonorrhoe

Gonorrhoe (Gonorrhö, Tripper, Morbus Neisser, GO): Häufige Geschlechtskrankheit in Europa mit Entzündung von Muttermund, Scheide und Harnröhre. Etwa 0,5 % aller Frauen sind mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae(Gonokokken) infiziert. Die Erkrankung bleibt bei jeder zweiten Frau unbemerkt.

Leitbeschwerden

  • Eitriger Ausfluss aus der Scheide
  • Schmerzen beim Wasserlassen.

Wann zum Frauenarzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Eitriger, gelblich-grüner Ausfluss aus der Scheide austritt
  • Es zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem Partner mit bekannter Infektion kam.

Die Erkrankung

Die Ansteckung erfolgt beim Geschlechtsverkehr durch das gonokokkenhaltige Sperma des Mannes oder seltener als Schmierinfektion durch indirekten Kontakt mit infektiösen Körpersekreten wie Stuhl oder Urin, über die Hände oder Waschlappen. Die Übertragung ist auch bei der Geburt von der infizierten Mutter auf das Neugeborene möglich. Unbehandelt kann sich die Infektion auch außerhalb des Genitaltrakts auf andere Organe wie Gelenke, Hirnhäute und Herz ausweiten.

Gonokokken verursachen wenige Stunden bis zu zehn Tage nach der Ansteckung eine Entzündung meist des Gebärmutterhalses. Diese breitet sich auf die Harnröhre, manchmal auch auf den Enddarm aus. Im Scheideneingang werden vorwiegend die Bartholin-Drüsen befallen, die anschwellen und schmerzen. Bleibt die Infektion unbehandelt, dehnt sie sich oberhalb des Gebärmutterhalses auf den Gebärmutterkörper, die Eileiter und den Beckenraum aus (obere Gonorrhoe). Die Spätfolgen können Verklebungen und Verwachsungen und dadurch bedingte chronische Unterbauchschmerzen, Eileiterschwangerschaften und Unfruchtbarkeit sein. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Gonokokken vom Mann zur Frau bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr liegt bei etwa 85 %; andersherum geben nur etwa 30 % der erkrankten Frauen den Erreger an den Partner weiter. Werden Neugeborene während der Geburt infiziert, erkranken sie an einer eitrigen Bindehautentzündung (Blenorrhoe).

Das macht der Arzt

Der Arzt erkundigt sich nach Dauer und Beschaffenheit des Ausflusses, nach dem Zeitpunkt des letzten Geschlechtsverkehrs sowie nach den Sexualpraktiken. Letzteres ist wichtig, da bei Oralverkehr die Gonorrhoe auch den Rachen befallen kann. Mit Abstrichen aus der Harnröhrenöffnung und aus dem Gebärmutterhals, bei Darmbefall auch aus dem Mastdarm, werden Bakterienkulturen zum Nachweis der Gonokokken angelegt. Da häufig gleichzeitig eine Doppelinfektion vorliegt, gehören auch Tests auf Syphilis und eine Chlamydieninfektion zur Diagnostik.

Um die weitere Ausdehnung der Infektion und mögliche Spätfolgen zu verhindern, wird sofort antibiotisch behandelt, auch ohne den Erregernachweis abzuwarten. Dazu reicht bei einer unkomplizierten, unteren Gonorrhoe meist eine einmalige Gabe (als intramuskuläre Spritze oder Tablette) eines Antibiotikums. Je nach Präparat werden Chlamydien direkt miterfasst oder durch eine zusätzliche einwöchige Einnahme eines entsprechenden Antibiotikums behandelt. Sexualpartner (auch wenn die Sexualkontakte bis zu 30 Tage zurückliegen) bekommen ebenfalls diese Antibiotika. Ist es bereits zu einer gonorrhoeischen Eileiterentzündung gekommen, wird ein Krankenhausaufenthalt über mindestens eine Woche notwendig. Die Antibiotikabehandlung erfolgt in solchen Fällen in höherer Dosierung und längerer Dauer.

Vorsorge

Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome, um sich vor einer Ansteckung mit Gonokokken zu schützen.

Gutartige Eierstocktumoren

Kystom Zystadenom): Primär gutartiger Tumor der Eierstöcke. Kystome bilden blasenförmige Kammern aus der inneren Wand der Eierstöcke oder aus dem Bindegewebe der Eierstöcke und treten meist bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf. Sie füllen sich mit wässrigem oder dickflüssigem Sekret (seröses bzw. muzinöses Kystom), können eine beträchtliche Größe erreichen und unter Umständen den ganzen Bauchraum ausfüllen. Häufig sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum an (Aszites). Da die Unterscheidung zu bösartigen Tumoren oft nur feingeweblich möglich ist, werden Kystome immer operiert.

Daneben gibt es etwa 20 weitere Typen von gutartigen Eierstocktumoren, die vom Drüsengewebe des Eierstocks, aber auch von Eizellen oder Eizellenresten oder vom Eierstockbindegewebe ausgehen. Eine häufige Sonderform stellen die Endometriosezysten (Schokoladen- oder Teerzysten) dar, mit Blut gefüllte Zysten aus Endometrioseherden.

Leitbeschwerden

Kystome bereiten in der Regel erst Beschwerden, wenn sie größer werden.

  • Zunahme des Leibesumfangs und Gewichtszunahme
  • Fremdkörpergefühl im Unterleib
  • Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen)
  • Völlegefühl
  • Schmerzen beim Stuhlgang und Wasserlassen.

Das macht der Arzt

Der Befund wird zunächst durch einen Scheiden- und Bauchultraschall weiter abgeklärt. Da etwa 20 % aller Kystome und anderer gutartiger Eierstocktumore entarten, sollten sie immer operativ entfernt und untersucht werden. Je nach Größe geschieht dies durch eine Bauchspiegelung oder einen Bauchschnitt. Ob der gesamte Eierstock mitentfernt werden muss, hängt von der Größe des Befunds und vom Alter der Patientin ab.

Haarbalgentzündung der Vulva

Haarbalgentzündung der Vulva Haarbalgentzündung am äußeren Genital, Folliculitis vulvae, Follikulitis): Entzündung der bindegewebigen Haarwurzelscheide am äußeren Geschlechtsorgan (Vulva), meist bakteriell bedingt. Einfache Haarbalgentzündungen lassen sich in der Regel auch einfach behandeln und heilen narbenlos ab. Bei größeren Herden ist häufig das Eröffnen und Entleeren des Herdes unter örtlicher Betäubung notwendig.

Furunkel: Tief reichende Haarbalgentzündung mit Einschmelzung zum Abszess.

Karbunkel: Verschmelzung mehrerer Furunkel zu einem großen Herd.

Leitbeschwerden

  • Stecknadelkopfgroße, eitrige Pusteln im behaarten Bereich des äußeren Geschlechtsorgans
  • Rötung der umgebenden Haut.

Furunkel:

  • Schmerzhafter, bohnen- bis walnussgroßer Knoten mit Eiterpropf und gleichzeitig schmerzhafte Schwellung in der Leiste.

Die Erkrankung

Haarbalgentzündungen beruhen meist auf Infektionen mit Bakterien wie Staphylococcus aureus und kommen in allen behaarten Regionen des Körpers vor. Sie treten häufiger auf, wenn die Haut um die Haarfollikel herum bereits geschädigt ist. So besitzt z. B. eine zu trockene oder gereizte Haut keinen ausreichenden Schutz gegen Infektionen.

Das macht der Arzt

Bevor der Arzt mit der Behandlung beginnt, entnimmt er einen Abstrich des eitrigen Sekrets, um den Krankheitserreger sicher zu bestimmen. Daher ist es wichtig, dass die Patientin nicht schon vor dem Arztbesuch antibiotische Cremes angewendet hat.

Zur Behandlung der Haarbalgentzündung reichen oft desinfizierende Lösungen oder desinfizierende Sitzbäder und Waschsyndets (Seifen mit dem natürlichen pH-Wert der Haut) aus. Ist die Entzündung bereits fortgeschritten und ein Abszess nicht zu verhindern, wird mit Zugsalbe (z. B. Ichtholan®) dessen Reifung gefördert und der Abszess anschließend unter örtlicher Betäubung eröffnet und entleert.

Herpes genitalis

Herpes genitalis (Herpes-simplex-Virus-Infektion, Genitalherpes): Entzündung im Genitalbereich durch Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-II). Herpes genitalis ist eine weit verbreitete Erkrankung; in Europa sind etwa 30 % der Bevölkerung Träger des HSV-II. Das Virus bleibt lebenslang im Körper und kann so auch immer wieder eine Entzündung hervorrufen. HSV-II wird durch Geschlechtsverkehr übertragen.

Leitbeschwerden

  • Juckreiz und brennende Schmerzen im äußeren Geschlechtsorganbereich und in der Scheide
  • In Gruppen auftretende, schmerzhafte Bläschen, die aufplatzen und verkrusten
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und beim Wasserlassen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, eventuell Fieber.

Wann zum Frauenarzt

Am nächsten Tag, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Eine Infektion mit HSV-II, in selteneren Fällen auch mit HSV-I, löst nach wenigen Tagen eine Entzündung im Geschlechtsorganbereich aus, die das äußere Geschlechtsorgan, die Schamlippen, die Scheide und auch den Gebärmutterhals betreffen kann. Es kommt zu den charakteristischen schmerzhaften Herpesbläschen, die einige Tage später aufplatzen und kleinen Geschwüren ähneln. Sie trocknen unter Krustenbildung ein und heilen nach 7–10 Tagen narbenlos ab. Da die Viren auch mit Behandlung lebenslang im Körper verbleiben, kann es immer wieder zu lokal begrenzten Rückfällen kommen, insbesondere in Zeiten mit geschwächter Immunlage. Sowohl die Erstinfektion als auch die Rückfälle laufen häufig unbemerkt ab und werden oft nur zufällig diagnostiziert.

Das macht der Arzt

Die Diagnose stellt der Arzt häufig schon aufgrund der typischen gruppiert stehenden, teilweise aufgeplatzten und verkrusteten Bläschen. Die Viren werden später im Labor anhand eines Abstrichs aus dem Bläscheninhalt isoliert. Im Blut lassen sich Antikörper gegen HSV-II nachweisen.

Vereinzelte, kleine Herpesherde mit frischen Bläschen können häufig noch allein mit einer virenhemmenden (virostatischen) Creme (Aciclovir, z. B. Zovirax®) behandelt werden. Bei älteren Infektionen oder ausgedehnten Bereichen verschreibt der Arzt Aciclovir als Tabletten. Dabei beträgt die durchschnittliche Anwendung bei einer Erstinfektion 5–10, bei einem Rückfall 1–2 Tage.

Vorsorge

Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome, um sich und den Partner vor einer Infektion zu schützen. Achten Sie auch auf leichte Beschwerden und gehen Sie frühzeitig zum Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt.

Krankhafter Ausfluss

Krankhafter Ausfluss (pathologischer Fluor genitalis): Vermehrter Sekretabfluss aus der Scheide. Dies ist keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom, für das es viele Ursachen gibt. Etwa 25 % aller Frauen leiden im Lauf ihres Lebens einmal an krankhaftem Ausfluss. Ist die Ursache gefunden und eine Behandlung eingeleitet, verschwindet der Ausfluss in den meisten Fällen nach kurzer Zeit.

Leitbeschwerden

  • Vermehrter Ausfluss, eventuell unangenehm („fischig“ oder faulig) riechend oder verfärbt
  • Jucken in der Scheide.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Wochen bei vermehrtem, aber normal riechendem und nicht verfärbtem Ausfluss

Am nächsten Tag, wenn der Ausfluss unangenehm riecht oder blutig ist.

Die Erkrankung

Ausfluss ist normal, solange er farb- und geruchlos und von der Beschaffenheit her glasig-schleimig ist. Kurz vor dem Eisprung wird er für einige Tage dünnflüssiger. Verfärbter, übel riechender oder trocken-krümeliger Ausfluss ist immer Zeichen einer Erkrankung.

So ist z. B. bei einer Trichomonadeninfektion der Scheide der Ausfluss grünlich-gelb, schaumig und riecht streng; bei einer Pilzinfektion der Scheide ist er weiß und krümelig. Bakterielle Infektionen der Scheide lassen den Ausfluss eitrig werden; Blutbeimischungen aus einem bösartigen Tumor der Scheide oder der Gebärmutter verfärben ihn fleischfarben oder braunrot. Darüber hinaus kann auch der Gebrauch von Intimsprays oder Scheidenspülungen den Ausfluss verändern und Juckreiz im Genitalbereich hervorrufen. Bei Frauen in oder nach den Wechseljahren verursacht der Mangel an Östrogen häufig eine Austrocknung und Reizung der Scheide, die auch mit vermehrtem Ausfluss einhergeht. Selten rufen Fisteln (röhrenförmige Verbindungen) zwischen Scheide und Blase oder Scheide und Mastdarm den Ausfluss hervor.

Das macht der Arzt

Als Ursache kommen bei jüngeren und sexuell aktiven Frauen Infektionen und bei älteren Frauen Entzündungen z. B. durch Scheidentrockenheit und Tumoren vor. Bei Verdacht auf eine Infektion entnimmt der Arzt einen Abstrich des Scheidensekrets; oft liefert schon eine kurze Begutachtung des Materials unter dem Mikroskop erste Hinweise auf die Erreger. Zum Ausschluss eines Tumors nimmt der Arzt einen Abstrich vom Muttermund (Gebärmutterhalsabstrich) und führt eventuell eine Scheidenspiegelung durch. Ein Vaginalultraschall schließt sich an. Kann durch all diese Untersuchungen keine Ursache gefunden werden und bestehen die Beschwerden auch nach einem Behandlungsversuch weiter, so wird der Arzt eine Ausschabung unter Kurznarkose empfehlen.

Die Behandlung des krankhaften Ausflusses hängt von der zugrunde liegenden Krankheit ab. So werden Infektionen entsprechend mit Antimykotika (gegen Pilze) oder Antibiotika (gegen Bakterien) behandelt. Beschwerden durch Hormonmangel nach den Wechseljahren können mit einer östrogenhaltigen Salbe (z. B. Linoladiol®, OeKolp®) gelindert werden.

Myome

Myom (Uterusmyom, Leiomyom):Gutartige Geschwulst der Gebärmuttermuskulatur. Je nach Sitz unterscheidet man Myome, die sich in Richtung Gebärmutterhöhle vorwölben (submuköse Myome), in der Gebärmutterwand gelegene Myome (intramurale Myome) und Myome, die in Richtung Bauchraum hervorstehen (subseröse Myome). Myome können sehr groß und in Extremfällen bis zu mehreren Kilogramm schwer werden.

Uterus myomatosus: Meist zahlreiche gutartige Muskelgeschwulste der Gebärmutter (Uterus) mit unterschiedlicher Ausprägung in Größe, Anzahl, Form und Lokalisation. Der Uterus myomatosus ist der häufigste gutartige Tumor bei Frauen: Vermutlich sind 30 % der Frauen über 30 Jahre betroffen, doch drei Viertel der Frauen merken davon nichts. Nur falls starke Beschwerden auftreten, erfordern sie hormonelle oder chirurgische Therapiemaßnahmen. Mit den Wechseljahren verschwinden die Myome von selbst wieder. In seltenen Fällen kommt es zu einer Entartung des Myoms (Uterussarkom oder Myosarkom), einer seltenen und aggressiven Tumorart, die zwar in der Gebärmutter lokalisiert, aber ansonsten nicht mit dem Gebärmutterkrebs verwandt ist. Wenn es nicht frühzeitig operativ entfernt wird, ist es fast immer tödlich.

Leitbeschwerden

Im Rahmen der Menstruation:

  • Verlängerte und ungewohnt schmerzhafte Blutung (mehr als fünf Tage), eventuell Zwischenblutungen
  • Abgang von Blutkoageln (Klumpen geronnenen Bluts)
  • Verschlimmerung der Beschwerden von Monat zu Monat.

Beschwerden aufgrund des Blutverlusts:

  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Infektneigung.

Beschwerden benachbarter Organe:

  • Rückenschmerzen
  • Unterbauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Blasenbeschwerden mit vermehrtem Harndrang bis hin zu ungewolltem Urinverlust.

Die Beschwerden schwanken in Abhängigkeit von Größe, Lokalisation und Zahl der Myome.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Wochen, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Die Ursache dafür, dass bei so vielen Frauen das Geschlechtshormon Östrogen zu einem stellenweise überschießenden Wachstum der Muskelschicht in der Gebärmutter führt, ist unbekannt. Man weiß nur, dass Östrogene als Auslöser eine Schlüsselrolle spielen, denn in den Lebensphasen ohne Östrogenproduktion (also vor der Pubertät und nach der Menopause) kommen Myome so gut wie nie vor oder bilden sich zurück.

Die vielfältigen Beschwerden lassen sich vor allem „mechanisch“ durch die Vergrößerung und Raumforderung der monatlich wachsenden Gebärmutter infolge der Myome erklären.

Das macht der Arzt

Zur Diagnosesicherung dienen vor allem der Vaginal- und Bauchultraschall. Ein Bluttest klärt, ob eine Blutarmut (Anämie) und ein Eisenmangel vorliegen. Wenn notwendig, wird ergänzend eine Gebärmutterspiegelung, eine Bauchspiegelung oder ein Kernspin durchgeführt, um Myome räumlich exakt zu lokalisieren.

So vielschichtig wie die Beschwerden, so vielseitig sind auch die Therapiemöglichkeiten:

Kleine Myome erfordern keine Behandlung, solange die Beschwerden gering sind. Die Myome sollten allerdings regelmäßig per Ultraschall kontrolliert werden, um ein überschießendes Größenwachstum und eine eventuelle Entartung frühzeitig zu erkennen.

Myome können generell mit der „Pille“ hormonell „ruhig gestellt“ werden. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn sowieso eine Verhütung gewünscht ist und keine Ausschlusskriterien vorliegen. Wird die „Pille“ allerdings abgesetzt, verschlimmern sich die Beschwerden rasch wieder.

GnRH-Analoga (z. B. Enantone-Gyn®) wirken auf das Gehirn, das daraufhin kein GnRH mehr ausschüttet. Damit werden die Eierstöcke ruhig gestellt, es kommt sozusagen zu künstlichen Wechseljahren. GnRH-Analoga werden einmal im Monat in den Oberarm injiziert. Ihre Effektivität ist hoch: Sie stoppen nicht nur das Myomwachstum, sondern bringen die Myome sogar zum Schrumpfen. GnRH-Analoga führen jedoch zu Nebenwirkungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Depressionen und Osteoporose.

Deswegen ist diese Therapie nur dann eine Lösung, wenn die Beschwerden „in Sichtweite“ der Wechseljahre beginnen. Manchen Patientinnen bleibt letztlich die operative Entfernung der Myome nicht erspart. Um diese möglichst risikoarm durchführen zu können, kommen die GnRH-Analoga oft für die Monate vor der Operation zum Einsatz. Zum einen bilden sich damit die Myome zurück, zum anderen verliert die Patientin während der Menstruation nicht mehr so viel Blut. Dadurch wird die Operation schonender und der Blutverlust durch die Operation wirkt sich nicht so schwer aus.

Als Alternative zu den GnRH-Analoga ist seit 2012 der Wirkstoff Ulipristalacetat auf dem Markt. Er ist zugelassen zur präoperativen Behandlung mittlerer bis starker Symptome durch Gebärmutter-Myome bei erwachsenen Frauen, für die eine Operation vorgesehen sind. Darüber hinaus dient er der Intervall-Therapie mittlerer bis starker Symptome.

Operative Therapieverfahren

Myom-Operation. Der Umfang der Operation hängt entscheidend von Größe, Lokalisation und Zahl der Myome ab. Wenig belastend sind die minimal-invasiven Verfahren. Bevorzugt kommt die Ausschälung (Myomenukleation) zur Anwendung. Dabei versucht der Arzt, die Myome mit GnRH-Analoga zu verkleinern, um sie anschließend mit einer Bauchspiegelung leichter aus der Gebärmutterwand herausschälen und die Gebärmutter dadurch erhalten zu können. Der Nachteil dieser Methode ist allerdings die Rückfallgefahr.

Gebärmutterentfernung. Bei sehr großen, ungünstig gelegenen oder besonders zahlreich vorhandenen Myomen empfiehlt der Arzt – vor allem, wenn die Familienplanung bereits abgeschlossen ist – die Gebärmutterentfernung (Totaloperation, Hysterektomie). Sie erfolgt entweder vaginal (von der Scheide aus, wenig invasiv) oder abdominal (vom Bauch aus, größerer Eingriff, aber bessere Übersicht für den Operateur). Die Gebärmutterentfernung ist dann gerechtfertigt, wenn die Gebärmutter insgesamt stark vergrößert ist oder andere krankhafte Veränderungen die Folge sind (z. B. Gebärmuttersenkung, Harn- oder Stuhlinkontinenz). Eine operative Therapie hat den Vorteil, dass die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone im Gegensatz zur Therapie mit GnRH-Analoga nicht beeinträchtigt wird.

Die Komplikationsrate bei der Gebärmutterentfernung ist erstaunlicherweise kleiner als bei der Ausschälung, die in der Regel große Wundflächen hinterlässt. Aus diesem Grund ziehen vor allem ältere Frauen manchmal die Gebärmutterentfernung vor.

Embolisation. Bei der Embolisation verödet (embolisiert) der Arzt mit einem Katheter, den er über die Leistenbeuge in ein Beckengefäß vorschiebt, ein zur Gebärmutter führendes Blutgefäß. Durch die gedrosselte Blutzufuhr kommt es in der Folgezeit zu einer Schrumpfung des Myoms und Abschwächung der Monatsblutung. Dieses Verfahren ist technisch aufwendig und mit einer erheblichen Strahlenbelastung wegen der notwendigen Durchleuchtungskontrollen verbunden. Deshalb wird die Embolisation derzeit nur von wenigen Kliniken angeboten. Zudem sind nicht alle Myome für eine Embolisation geeignet.

Andere Verfahren finden sich in der Erprobung, so die [Mikrowellen-]Thermotherapie, mit der das Myom durch gebündelte Ultraschallwellen überhitzt und verkocht wird.

Selbsthilfe

Es gibt leider keine Tees, Entspannungsverfahren, Gymnastiktechniken oder Ernährungsempfehlungen, die Myome zur Rückbildung bringen. Allenfalls kann die Wahrnehmung der Beschwerden positiv beeinflusst werden. Aufgrund des Voranschreitens der Beschwerden von Monat zu Monat ist dies aber meist keine Lösung. Trotzdem ist Schwarzsehen nicht angesagt: Heutzutage bedeutet die Therapie von Myomen – anders als noch vor 30 Jahren – keinesfalls immer die Gebärmutterentfernung, vor der viele Frauen Angst haben.

Komplementärmedizin

Pflanzenheilkunde. Eine Behandlungsalternative bei kleinen Myomen sind Präparate mit Heilpflanzen wie Mönchspfeffer (z. B. Agnolyt®, Femicur®), deren Wirkstoffe den Östrogenspiegel senken. Teezubereitungen aus Schafgarbe (Achillea millefolium) können Blutungsstärke und -dauer regulieren sowie krampfartige Schmerzen lindern. Sie sind z. B. eine gute Lösung, wenn eine Schwangerschaft besteht.

Nicht hormonelle, „natürliche“ Medikamente oder Therapiemethoden werden von vielen Frauen anfangs gewünscht oder sogar verlangt. Die frauenärztliche Praxis zeigt aber, dass die Patientinnen allenfalls vorübergehend eine positive Wirkung berichten, wie z. B. eine Reduktion der Blutungsstärke oder -dauer. Fast alle Patientinnen wenden sich deshalb früher oder später mit den gleichen Menstruationsbeschwerden/-störungen erneut an den Frauenarzt.

Pilzinfektion der Scheide

Pilzinfektion der Scheide (Soorkolpitis, Vaginalcandidose, Scheidenmykose, Candidiasis, Vulvovaginitis mycotica, Moniliasis): Infektion der Scheide mit dem Hefepilz Candida albicans. Diese Pilzinfektion ist die häufigste Infektion von Vagina und Vulva; fast jede Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens mindestens einmal daran. Mit entsprechender Behandlung verschwinden die Beschwerden schnell und folgenlos; Rückfälle sind aber häufig.

Leitbeschwerden

  • Starker Juckreiz der Scheide und im äußeren Genitalbereich
  • Grauweißer, krümeliger Ausfluss aus der Scheide (wie Hüttenkäse)
  • Rötung und Reizung des äußeren Genitalbereichs.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Grauweißer, krümeliger Ausfluss und starker Juckreiz auftreten
  • Die Haut im Genitalbereich brennt und gerötet ist
  • Die Beschwerden nach mehrtägiger Behandlung nicht verschwinden
  • Zusätzlich Unterbauchschmerzen und Fieber bestehen.

Heute noch, wenn Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

Die Erkrankung

Hefepilze wie Candida albicans gehören zur normalen Flora der Scheide und sind nur krankmachend (pathogen), wenn sie ein Milieu vorfinden, in dem sie sich überproportional vermehren können. Das kann eine durch die Einnahme von Antibiotika gestörte Scheidenflora sein, aber auch das Tragen nicht atmungsaktiver Unterwäsche (z. B. aus Nylon). Fettleibigkeit begünstigt vermehrtes Pilzwachstum, ebenso wie Diabetes, Immunschwächen oder der in der Schwangerschaft veränderte Hormonhaushalt.

Neben der Scheide sind in der Regel auch das äußere Geschlechtsorgan und manchmal die Harnröhre betroffen, sodass neben den charakteristischen Symptomen Juckreiz und veränderter Ausfluss auch ein vermehrter und schmerzhafter Harndrang auftreten kann.

Das macht der Arzt

Die Diagnose Pilzinfektion lässt sich häufig schon aufgrund der Beschwerden und der entzündlich geröteten Scheidenwand stellen. Zur Sicherheit nimmt der Arzt jedoch einen Abstrich und untersucht ihn unter dem Mikroskop. Bei nicht eindeutigem Ergebnis wird eine Kultur angelegt, d. h. der Arzt streicht das Sekret auf einen speziellen Nährboden und prüft nach 48 Stunden, ob Hefepilzkulturen gewachsen sind. Mit der Behandlung beginnt er normalerweise aber sofort. Antimykotische Cremes oder Vaginalzäpfchen (mit Clotrimazol, Miconazol oder Nystatin, z. B. Canesten, Daktar, Adiclair®) sind einfach anzuwenden und beseitigen den Juckreiz schnell. Wichtig ist, dass die Behandlung ausreichend lange (je nach Präparat 3–7 Tage) und konsequent durchgeführt wird, auch wenn keine Beschwerden mehr bestehen; andernfalls kommt es leicht zu Rückfällen. Reicht die Behandlung mit Creme oder Vaginalzäpfchen nicht aus, verschreibt der Arzt Antimykotika in Tablettenform.

Selbsthilfe

  • Verwenden Sie zur Intimpflege eine milchsäurehaltige Waschlotion, die einen niedrigen bis neutralen pH-Wert hat.
  • Tragen Sie kochfeste, luftdurchlässige Baumwollwäsche.
  • Einschränkung des Zuckerkonsums: Meiden Sie Zucker, Süßigkeiten und süßes Obst, das entzieht den Hefepilzen die Nahrung.
  • Milchsäure zur Stärkung des Scheidenmilieus: Benutzen Sie Vaginalpräparate mit Milchsäure oder Döderlein-Bakterien (z. B. Eubiolac Verla® oder Vagiflor®).

Orthomolekularmedizin. Möglicherweise kann der Krankheitsverlauf durch die Einnahme von Vitamin C in Tablettenform günstig beeinflusst werden. Von einer hoch dosierten Einnahme von Vitamin A, wie es die Orthomolekularmedizin empfiehlt, ist jedoch abzuraten – hier überwiegen die Risiken gegenüber dem Nutzen.

Komplementärmedizin

Pflanzenheilkunde. Sind die äußeren Schamlippen stark gerötet, tragen Sie auf diese bei jedem Toilettengang sanft Johanniskrautöl auf.

Homöopathie. Die Homöopathie empfiehlt eine individuell abgestimmte Konstitutionstherapie, insbesondere wenn die Pilzinfektionen häufig auftreten.

Syphilis

Syphilis (Lues, harter Schanker): Chronische, in mehreren, klinisch sehr unterschiedlichen, Stadien ablaufende Krankheit, hervorgerufen durch das Bakterium Treponema pallidum (Treponemen). Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen während des Geschlechtsverkehrs, aber auch während der Schwangerschaft von der erkrankten Mutter auf das Kind sowie durch Blut und Blutprodukte. Insgesamt nimmt die Verbreitung der Syphilis wieder zu, insbesondere homosexuelle Männer sind betroffen. Bei ausreichender Behandlung ist die Syphilis im Primär- und Sekundärstadium heilbar, im Tertiärstadium kann mit Medikamenten zumindest das weitere Fortschreiten der Krankheit gestoppt werden.

Leitbeschwerden

  • Primärstadium: Münzgroßes, nicht schmerzhaftes Geschwür mit hartem, knorpelartigem Rand im Geschlechtsorganbereich oder an anderer Stelle, geschwollene schmerzlose Leistenlymphknoten
  • Sekundärstadium: Kopf- und Gliederschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Haarausfall, plötzliche Heiserkeit, fleckförmiger, nicht juckender Hautausschlag, Fieber, nässende Wärzchen im äußeren Geschlechtsorgan- oder Analbereich
  • Tertiärstadium: Befall innerer Organe, heute nur noch sehr selten vorkommend.

Die Erkrankung

Es dauert durchschnittlich drei Wochen, bis das Primärstadium einsetzt mit einem (seltener mehreren) harten, schmerzlosen und in der Mitte oft nässenden Geschwür meist in der Geschlechtsorganregion. Dieses kann prinzipiell auch an anderen Körperstellen lokalisiert sein und wird als Primäraffekt (harter Schanker) bezeichnet. Kurz darauf schwellen die in der Nähe liegenden (Leisten-)Lymphknoten an. Auch ohne Behandlung verschwindet das Geschwür nach 4–6 Wochen.

Die Bakterien breiten sich nun über die Blutgefäße im ganzen Körper aus und rufen das Sekundärstadium mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber und Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper hervor. Typisch für dieses Stadium ist ein Hautausschlag – vor allem am Körperstamm –, der später knötchenartig wird und insbesondere an Handflächen und Fußsohlen durch seine Schuppung einer Schuppenflechte ähneln kann. Das Sekundärstadium kann lange anhalten und vielfältigste Beschwerden auslösen, wie z. B. Haarausfall, Halsentzündungen und Veränderungen der Mundschleimhaut. Im Geschlechtsorgan- und Analbereich können nässende, juckende Wärzchen (breite Kondylome, Condylomata lata) auftreten, die aber nicht mit den Feigwarzen zu verwechseln sind.

Ohne Behandlung geht die Erkrankung nach etwa fünf Jahren in das Tertiärstadium mit Befall von Herz und Gefäßen und nach 10–20 Jahren in das tödliche Quartärstadium mit Befall des Zentralen Nervensystems über.

Das macht der Arzt

Zum direkten Erregernachweis entnimmt der Arzt einen Abstrich aus dem Geschwür. Zur Sicherung der Diagnose werden Bluttests durchgeführt.

Syphilis wird mit Penizillin behandelt. Da die Erreger einen sehr langsamen Vermehrungszyklus haben, muss das Antibiotikum über drei Wochen eingenommen werden. Alternativ stehen mit den Depotpenizillinen Präparate zur Verfügung, die mehrere Wochen wirken. Bis zur Ausheilung darf kein Geschlechtsverkehr stattfinden und auch nicht gestillt werden. Der Behandlungserfolg wird im ersten Jahr alle drei Monate, dann jährlich kontrolliert.

News

Wie Sie Halsschmerzen loswerden
Wie Sie Halsschmerzen loswerden

Welche Mittel helfen tatsächlich?

Halsschmerzen treffen fast jeden mehrmals im Jahr. An der Behandlung scheiden sich dennoch die Geister. Was lindert die Beschwerden tatsächlich und was sollten Sie lieber sein lassen?   mehr

Wundkleber statt Nadel und Faden
Wundkleber statt Nadel und Faden

Bald weniger Komplikationen bei OPs?

Wunden im Körperinneren sind oft schwer zu nähen. Lassen sie sich nicht verschließen, droht Lebensgefahr. Ein neuartiger Wundkleber könnte das Risiko innerer Blutungen senken.   mehr

Notfälle für den Augenarzt
Notfälle für den Augenarzt

Wann Sie umgehend reagieren sollten

Augenschmerzen, Sehverschlechterung, Doppelbilder: typische Symptome, die einem Besuch beim Augenarzt bedürfen. Welche Alarmzeichen Sie keinesfalls ignorieren sollten.   mehr

Kinderkrankheiten in Deutschland
Kinderkrankheiten in Deutschland

Verlauf heute zumeist harmlos

In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Infekte in Kitas und Kindergärten besonders häufig. Neben Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen treten sogenannte Kinderkrankheiten auf. Was Eltern wissen sollten.   mehr

Frauengehirn belohnt Großzügigkeit
Frauengehirn belohnt Großzügigkeit

Studie zeigt Geschlechterunterschied

Männer und Frauen erwarten durch unterschiedliches Verhalten eine Belohnung. Das zeigt eine aktuelle Hirnstudie. Demnach aktiviert bei Frauen soziales Verhalten das Belohnungssystem im Gehirn – bei Männern hingegen egoistisches Verhalten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Produkte

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker (bei Tierarzneimitteln Ihren Tierarzt).

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Spitzweg-Apotheke
Inhaber Dr. Stefanie Brandt
Telefon 0531/23 80 70
E-Mail mail@spitzweg-apo-online.de